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Über Pirmasenser Storys

Wie aktivieren wir unsere Gesellschaft? Über „psst! Pirmasenser Storys“

von Michael Scholl

„Der Medienschwund bedroht die Demokratie“, so lautet das Ergebnis einer Studie des Politikwissenschaftlers Prof. Dr. Daniel Kübler von der Universität Zürich. „Der Wandel im Mediensystem birgt Gefahren für die politische Partizipation auf lokaler Ebene und damit für die Demokratie“, heißt es weiter in der Studie.

Dass Lokaljournalismus und Demokratie zusammenhängen war mir irgendwie schon immer bewusst. Doch die Studie war der empirische Beweis dafür.

Ich durfte Prof. Kübler bei einer Online-Veranstaltung der Union Stiftung kennen lernen. Und ich war tief beeindruckt von dem, was er vorgestellt hat: Lokaljournalismus ist für unsere Demokratie ist mindestens so relevant, wie die Lokalpolitik!

Vor Ort wird Demokratie erlebbar, hier erfahren die Menschen in ihrer täglichen Arbeit, dass Politik funktioniert und wichtig für unsere Gesellschaft ist. Wenn die Lokalpolitik dafür sorgt, dass Probleme der Menschen gelöst werden, dann erzeugt sie Akzeptanz. Aber um die Akzeptanz zu erzeugen, bedarf es auch einer Öffentlichkeit, die sieht, welche Probleme es gab und wer sie wie gelöst hat. Und hier kommen lokale Medien ins Spiel. Sie berichten, sie machen Entscheidungen transparent, sie sind nah an den Menschen.

Den Zusammenhang zwischen Öffentlichkeit, Politik und Medien wollen wir mit unserem Forschungsprojekt untersuchen.

psst! Pirmasenser Storys untersucht die Bereitschaft zur politischen Partizipation, ehrenamtlichem Engagement und zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts.

Mit Hilfe eines Newsletters soll aufgezeigt werden, wie groß die Bedeutung von Informationsmedien für die Demokratie ist. Ziel ist es, die Zivilgesellschaft mit Hilfe des Forschungsprojektes zu aktivieren.

Der Newsletter ist überparteilich und wird von Thomas Müller, unserem waschechten Pirmasenser betreut.

Alle Ergebnisse des Forschungsprojektes werden der Öffentlichkeit durch die Heinrich Heine Universität Düsseldorf zur Verfügung gestellt, das Forschungsprojekt ist zeitlich begrenzt und als nicht wirtschaftlich eingestuft.

Das Projekt wird von der Union Stiftung, Saarbrücken finanziert. Die Union Stiftung wurde am 1. August 1959 gegründet und verfolgt den Zweck, demokratische und staatsbürgerliche Bildung, internationale Verständigung, insbesondere die europäische Einigung, sowie Wissenschaft, Forschung und Kultur zu fördern. Auf der Grundlage eines christlichen Menschenbildes arbeitend, ist sie als gemeinnützig anerkannt. Die Stiftung erhält keine öffentlichen Mittel und ist nicht auf einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb ausgerichtet. Sie ist parteipolitisch neutral.

Sie haben Fragen zu unserem Forschungsprojekt, dann schreiben Sie mir eine E-Mail an scholl@ps-st.de

Mehr zur Studie von Prof. Dr. Daniel Kübler erfahren Sie hier: https://www.news.uzh.ch/de/articles/2018/lokaljournalismus.html

Über mich:

Ich wurde 1982 geboren und lebe mit meinen zwei Kindern und meiner Frau in Hasborn-Dautweiler, einem kleinen Dorf im Norden des Saarlandes. An der Universität des Saarlandes studierte ich BWL und schloss als Diplom-Kaufmann und Diplom-Handelslehrer ab.

Beim SV Hasborn war ich von 2003 bis 2015 Pressesprecher und Geschäftsführer. Für die CDU saß ich von 2004 bis 2019 in kommunalen Räten. Pirmasens lernte ich vor allem in zahlreichen Spielen meines Vereins gegen den FKP kennen.

Für Journalismus habe ich mich schon immer interessiert und als Student mit Freunden das Jugendmagazin Chilly gegründet. Nach Stationen bei der Landesmedienanstalt Saarland und der Saarland Medien GmbH, bin ich seit Juni 2019 Geschäftsführer der Union Stiftung. Im März 2024 gründeten wir die L21 – Mehr Demokratie für unsere Gesellschaft gGmbH, um u.a. das Forschungsprojekt „psst! Pirmasenser Storys“ durchzuführen.

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