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50 Jahre Reformhaus Escher: Familienbetrieb mit klarer Vision für die Zukunft

von Julia Schepp

Seit einem halben Jahrhundert steht der Name Escher in Pirmasens für Gesundheit, Naturprodukte und persönliche Beratung. Was 1975 mit Ruth und Johannes Escher begann, ist heute eines der fünf größten Reformhausunternehmen Deutschlands – geführt in zweiter und bereits dritter Generation. Aktuell zählt die inhabergeführte Reformhauskette 39 Filialen in sechs Bundesländern und beschäftigt rund 250 Mitarbeitende. Der Sitz des Unternehmens befindet sich weiterhin in Pirmasens – mit Verwaltung in der Ringstraße, direkt neben einer der ersten Escher-Filialen.

Historisches Foto: Eheleute Ruth und Johannes Escher eröffnen am 31. Januar 1975 ihr erstes Geschäft in Bad Bergzabern. Foto: privat

Drei Generationen für natürliche Gesundheit

Mit der Übernahme durch Joachim Escher im Jahr 1988 nahm das Wachstum seinen Lauf. Der approbierte Apotheker baute das Reformhaus sukzessive zu einer etablierten Marke mit Filialen in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, dem Saarland und Thüringen aus. Erst kürzlich kamen drei neue Standorte hinzu – zwei in Karlsruhe, einer in Gaggenau.

Seit 2021 ist auch sein Sohn Fabian Escher in leitender Funktion tätig. Nach ersten Erfahrungen mit einer eigenen Filiale führt er heute als geschäftsführender Gesellschafter das Unternehmen gemeinsam mit seinem Vater. Auch der 18-jährige Bruder Dominik plant bereits seinen Einstieg nach dem BWL-Studium.

Joachim Escher, geschäftsführender Gesellschafter der Reformhaus Escher GmbH & Co. KG. Foto: ars publicandi

Reformhaus heute: Zwischen Tradition und Wandel

Das Sortiment der Filialen richtet sich an eine gesundheitsbewusste Kundschaft – mit Lebensmitteln, Nahrungsergänzung, Naturkosmetik und -arznei. Die Kernzielgruppe sind Frauen ab Mitte 40, doch Fabian und Joachim Escher wollen das Angebot auch für jüngere Kundengruppen attraktiv machen: „Nur rund fünf Prozent der Bevölkerung kaufen bislang im Reformhaus ein – das Potenzial ist riesig“, so Joachim Escher.

Besonderen Wert legen Vater und Sohn auf hochwertige Produkte und exzellente Beratung. Alle Waren müssen die strengen Richtlinien des neuform-Qualitätslabors erfüllen, etwa mit Schadstoffgrenzwerten deutlich unter gesetzlichen Vorgaben. Die Ladeneinrichtung entspricht modernen, wohnlichen Standards – mit Größen zwischen 70 und 300 Quadratmetern und bis zu 7.500 Artikeln pro Filiale.

Fokus auf Beratung und Digitalisierung

„Beste Beratung funktioniert nur mit den besten Mitarbeitern“, betont Fabian Escher. Um dieses Niveau zu sichern, setzt das Unternehmen auf regelmäßige Schulungen für Filialbetreuer und Verkaufspersonal. Gleichzeitig soll das Online-Geschäft ausgebaut werden. Aktuell läuft der Versand über die zentrale Plattform reformhaus.de. Der Onlineanteil beträgt derzeit rund 1,5 Prozent – mit Wachstumsplänen von jährlich zehn Prozent.

Fabian Escher, geschäftsführender Gesellschafter der Reformhaus Escher GmbH & Co. KG. Foto: ars publicandi

Stark in der Region verwurzelt

Joachim Escher betont die enge Verbundenheit zur Stadt: „Pirmasens ist unsere Heimat – hier leben unsere langjährigen Mitarbeitenden, hier liegen unsere Wurzeln.“ Der Umzug der Verwaltung in die Ringstraße sei ein weiteres klares Bekenntnis zum Standort.

Auch Oberbürgermeister Markus Zwick würdigte das Reformhaus Escher als Aushängeschild des Pirmasenser Mittelstands: „Solche Familienunternehmen bilden das Rückgrat unserer Wirtschaft und stehen für sichere, wertige Arbeitsplätze.“ Für die kommenden Jahre plant das Unternehmen weitere Expansion – zwei neue Standorte sind bereits in Vorbereitung.


Titelfoto: ars pubicandi


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