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A.K.T. bringt „Macbett“ auf die Bühne der Alten Post
von psst!-RedaktionDas Arme Kreative Theater zählt seit Jahren zu den prägenden Kulturträgern der Stadt. Am Samstag, dem 2. Mai, feiert das Ensemble mit „Macbett“ Premiere im Forum Alte Post und widmet sich dabei einer ungewöhnlichen Bearbeitung eines bekannten Klassikers.
Shakespeare im absurden Gewand
Mit „Macbett“ greift der rumänisch französische Autor Eugène Ionesco Shakespeares Tragödie „Macbeth“ auf und verwandelt sie in ein groteskes, teils clowneskes Schauspiel. Das Stück verbindet schwarzhumorige Elemente mit einer kritischen Auseinandersetzung mit Macht, Ehrgeiz und Gewalt.
Im Zentrum steht die Geschichte des Generals Macbett, der nach gebrochenen Versprechen seines Königs selbst nach der Macht greift. Unterstützt von seiner Frau schreckt er vor Mord nicht zurück. Doch die Folgen seines Handelns holen ihn ein. Am Ende zeigt sich, dass die Machtspirale weitergeht und neue Tyrannen hervorgebracht werden.
Zwischen Farce und Gesellschaftskritik
Ionescos Werk entstand während des Kalten Krieges und richtet sich als satirische Überzeichnung gegen totalitäre Systeme. Die Inszenierung verbindet absurde Komik mit ernsten Themen und stellt die Frage nach Verantwortung und den Mechanismen der Macht.
Das Ensemble des A.K.T. sieht darin einen Stoff, der auch heute nichts von seiner Aktualität verloren hat. In den vergangenen Jahrzehnten hat die Gruppe immer wieder Stücke mit humorvoller Oberfläche und ernstem Kern auf die Bühne gebracht.
Aufführungen im Mai
Neben der Premiere am 2. Mai ist „Macbett“ auch am 8. und 9. Mai im Forum Alte Post zu sehen. Beginn ist jeweils um 20 Uhr.
Karten kosten 15 Euro, ermäßigt sieben Euro, und sind beim Kulturamt im Forum Alte Post sowie online erhältlich.
Engagiertes Theater mit eigener Handschrift
Das Arme Kreative Theater wurde 1995 gegründet und besteht aus rund 15 Mitgliedern. Die Gruppe setzt bewusst auf ungewöhnliche Stoffe und eigene Interpretationen statt klassischer Inszenierungen.
Charakteristisch ist dabei auch die Nähe zum Publikum, etwa durch besondere Raumkonzepte und experimentelle Spielformen.
Titelbild: Eine absurd-komische Geschichte von Ehrgeiz, Korruption, Feigheit und Übertreibung: A.K.T. inszeniert Eugène Ionescos „Macbett“. Foto: Martin Seebald