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Atelier Kunschd’Raum

Atelier Kunschd’Raum begeistert junge Künstlerinnen und Künstler

von Julia Schepp

Beim jüngsten Runden Tisch des Pakts für Pirmasens präsentierten Manuela Sauer und Roland Küster das Projekt „Kreativ im Kunschd’Raum 2025“. Sie berichten von einer Serie von Ferienworkshops, mit denen das Atelier Kunschd’Raum Kindern und Jugendlichen einen inspirierenden Einstieg in die Welt der Kunst und des Bastelns ermöglichte. Das Format entstand aus dem Wunsch heraus, junge Menschen mit kreativen Techniken vertraut zu machen und ihnen eine sinnvolle, gemeinschaftliche Freizeitgestaltung zu bieten.

Das Atelier als Begegnungsort

Der Kunschd’Raum ist ein junger Kunstverein im Herzen von Pirmasens. Die Künstlergruppe entstand 2021 als kleine Initiative in der Bahnhofstraße und ist seit 2023 als Verein eingetragen. Heute sind rund sechzehn Künstlerinnen und Künstler aktiv beteiligt; weitere Fördermitglieder unterstützen das Projekt finanziell. Die Räume in der Hauptstraße 25, direkt in der Fußgängerzone, dienen nicht nur als Atelier und Galerie, sondern vor allem als Ort der Begegnung. Das Team finanziert sich durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Einnahmen aus Workshops. Während der Öffnungszeiten – dienstags und donnerstags von 15 bis 18 Uhr sowie samstags von 11 bis 14 Uhr – können Neugierige hereinschauen, die ausgestellten Werke betrachten, sich austauschen oder spontan selbst kreativ werden.

Ferienworkshops 2025: Sommer und Herbst

Das Programm „Kreativ im Kunschd’Raum 2025“ umfasste zwei eintägige Ferienworkshops. Im Sommer, am 24. Juli, besuchte eine Gruppe von elf Schülerinnen und Schülern das Atelier. Die Herbstsession fand am 16. Dezember statt; daran nahmen dreizehn Kinder teil. Die Kinder lernten die Räumlichkeiten kennen, durften die ausgestellten Gemälde und Skulpturen bestaunen und planten dann ihre eigene Projekte. Nach einer gemeinsamen Mittagspause, in der die Vereinsmitglieder ein veganes Essen zubereiteten, ging es bis in den späten Nachmittag weiter mit Farben, Papier, Leinwand und Werkzeugen. Insgesamt sechs Künstlerinnen und Künstler begleiteten die Gruppen, erklärten Techniken und halfen bei der Umsetzung.

Kreative Methoden und positive Resonanz

Die Teilnehmenden konnten verschiedene künstlerische Methoden ausprobieren. Mit der Rakeltechnik zogen sie Farbe über Leinwände und Folien und entdeckten so überraschende Farbverläufe. Bei der Kratz‑ oder Ritz‑Technik gestalteten sie Motive, indem sie Muster in farbige Flächen einritzten. „Happy Painting“ brachte lustige Tierbilder in leuchtenden Farben hervor, die mit goldenen Akzenten verziert wurden und aus Holz fertigten die Kinder kleine Schatzkisten, die sie mit Farbe und Glitzer verschönerten, und gestalteten passenden Schmuck.

Das Feedback auf die Workshops fiel äußerst positiv aus. Viele Kinder fragten direkt nach dem nächsten Termin, und die betreuenden Lehrkräfte und Praktikantinnen lobten die entspannte, kreative Atmosphäre.

Perspektiven für 2026

Aufgrund der starken Nachfrage möchte der Kunschd’Raum das Angebot im Jahr 2026 fortführen. Geplant sind weitere Workshops in den Oster- und Sommerferien, vorausgesetzt, die beantragte Förderung wird bewilligt. Die Ideen reichen von Windspielen aus recycelten Konservendosen über selbst gestaltete Traumfänger bis hin zu Malereien auf kleinen Leinwänden und Skulpturen aus Eierkartons. Die Kombination aus Kunst und Upcycling soll nicht nur Spaß machen, sondern auch ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit schaffen. Da Materialien wie Leinwände und Farben immer teurer werden, greift das Team vermehrt zu Alltagsgegenständen, die kreativ zweckentfremdet werden können. Sobald Termine und Anmeldemöglichkeiten feststehen, wird der Pakt für Pirmasens darüber informieren.


Titelbild: Atelier Kunschd’Raum


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