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Auf den Spuren des Burggespenstes – Wandern im Pfälzerwald
von Lisa Flöser • Titelfoto: Lisa FlöserPünktlich zum Frühlingsbeginn zeigt sich das Wetter wieder von seiner sonnigen Seite und lockt mit angenehmen Temperaturen. Wer noch keine Pläne für die kommenden Wochenenden hat, könnte eine Wanderung durch den malerischen Pfälzerwald in Erwägung ziehen. In Lemberg begegnet man dabei sogar einem echten „Gespenst“ der Region.

Gespenster weisen den Weg
Pirmasens und Umgebung bieten unzählige Möglichkeiten, die außergewöhnliche Natur der Region zu Fuß zu erkunden. Lemberg verfügt seit 2009 über zwei Premiumwanderwege; 2020 kam mit der Flößer-Tour noch ein dritter hinzu. Insbesondere der Graf-Heinrich-Weg und der Rothenberg-Weg sind das komplette Jahr über beliebte Ausflugsziele für die ganze Familie. Beide Rundwege sind detailliert ausgeschildert. Entlang der Strecke finden sich immer wieder Markierungen des Lemberger Burggespenstes, die Wanderbegeisterten den Weg weisen.

Für jedes Konditionslevel geeignet: Der Rothenberg-Weg
Der Rothenberg ist über die Region hinaus bekannt für seine außergewöhnlichen Felsgebilde aus Buntsandstein. Und tatsächlich tauchen schon kurz nach dem Start am Parkplatz des Sportgeländes des SV Lemberg die typischen Felsformationen auf. Der Wanderweg verläuft meist auf naturbelassenem Untergrund, nur ein kleines Stück wird auf einer befestigten Straße zurückgelegt. Folgt man dem roten Gespenst, so gelangt man schon bald zu einem ersten Highlight der Tour: dem Aussichtspunkt „Gottfriedsruhe“. Dieser ermöglicht einen spektakulären Weitblick, der bei klarer Sicht bis zur Burg Trifels reicht.

Auf dem Grat des Bergplateaus geht es abwechslungsreich weiter: Immer wieder tauchen kleine und größere Felsbrocken auf, die den Weg interessant gestalten und zum Entdecken einladen. Besonders beeindruckend wirken die Felsen, wenn sie von der Nachmittagssonne angestrahlt werden und das Licht sanft durch das bunte Blätterdach des Mischwaldes fällt.

Wandern zwischen Felsen und Bächen
Der Weg schlängelt sich anschließend in Serpentinen hinab und führt Wanderinnen und Wanderer direkt zum idyllischen Felsenpfad „Langkaut“. Im malerischen Rodalbtal wird der Bachlauf der Rodalbe überquert – ein kleiner Moment der Ruhe inmitten der Natur. Wer eine Rast einplanen möchte, muss derzeit auf eine Einkehr im PWV-Waldhaus „Drei Buchen“ verzichten, da das Haus noch geschlossen ist. Seit Anfang 2026 werden neue Pächter gesucht. Alternativ laden zahlreiche Bänke am Wegesrand zum Verweilen ein.
Auf der zweiten Hälfte des Rundwanderwegs zeigt sich der Pfälzer Wald mit einer abwechslungsreichen Mischung aus verschiedenen Laub- und Nadelbäumen noch einmal in seiner ganzen Pracht. Vorbei geht es am Keimeskreuz, das in Gedenken an den 1870 von einem Wilderer erschossenen Förster Keim errichtet wurde. Das letzte Teilstück verläuft auf einem schmalen Waldweg, immer entlang der Rothenbergfelsen bis hin zum Parkplatz zurück.

Titelbild: Auf dem Rothenberg
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