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Schnee Schaufel

Bei Eis und Schnee sicher unterwegs: Tipps gegen Glätte ohne Streusalz

von psst!-Redaktion

Schnee und Eis gehören zum Winter, bringen aber auch Verantwortung mit sich. Wer ein Grundstück besitzt oder ein Haus bewohnt, muss dafür sorgen, dass Gehwege auch bei winterlichen Bedingungen sicher passierbar bleiben.

Räumpflicht früh am Morgen

Nach den geltenden Regelungen der Stadt müssen Gehwege spätestens ab 6.30 Uhr geräumt sein. Bei anhaltendem Schneefall oder Glätte gilt die Pflicht bis in die Abendstunden. Ziel ist es, Unfälle zu vermeiden und den öffentlichen Raum für Fußgänger nutzbar zu halten.

Salz wirkt schnell – richtet aber Schaden an

Noch immer greifen viele Menschen bei Frost automatisch zu Streusalz. Zwar taut Eis damit rasch auf, die Folgen für Umwelt und Infrastruktur sind jedoch erheblich. Salz belastet Böden, schädigt Pflanzen und Bäume und kann ins Grundwasser gelangen. Auch Tiere, insbesondere Hunde und Katzen, leiden unter den aggressiven Rückständen auf Gehwegen.

Schnee räumen statt streuen

Die Umweltberatung der Stadt setzt daher auf eine andere Reihenfolge. Vorrang hat immer das mechanische Räumen. Wird Schnee frühzeitig mit Schippe und Besen entfernt, ist Streuen oft gar nicht nötig. Bleibt dennoch Glätte zurück, eignen sich abstumpfende, salzfreie Materialien wie Sand, Splitt oder Granulat. Umweltfreundliche Produkte sind im Handel unter anderem am Blauen Engel zu erkennen.

Diese Streumittel lassen sich nach dem Winter leicht zusammenkehren und können mehrfach genutzt oder unproblematisch entsorgt werden.

Salz nur an Gefahrenstellen zulässig

Der Einsatz von Streusalz sollte auf Ausnahmefälle beschränkt bleiben. Bei stark vereisten Flächen oder besonderen Gefahrenstellen, etwa auf Treppen, ist eine sparsame Verwendung erlaubt. Dabei gilt: so wenig wie möglich, so gezielt wie nötig.

Langfristige Schäden nicht unterschätzen

Die Auswirkungen von Streusalz gehen weit über den Winter hinaus. Gelöst im Tauwasser schädigt es Wurzeln von Bäumen und Hecken, verschlechtert die Bodenstruktur und fördert die Versalzung des Grundwassers. Zusätzlich greift Salz Straßenbeläge, Gebäude, Fahrzeuge sowie Schuhe und Kleidung an – mit teils hohen Folgekosten.


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