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Bürgerforum zur kommunalen Wärmeplanung
von psst!-RedaktionVeranstaltung am 1. Juli informiert über Klimaziele, Heizsysteme und zukünftige Versorgungskonzepte
Am Dienstag, dem 1. Juli, lädt die Stadt Pirmasens alle Bürgerinnen und Bürger zum ersten Bürgerforum im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung ein. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im Elisabeth-Hoffmann-Saal des Forum Alte Post. Ziel ist es, über den aktuellen Stand, die Perspektiven und Herausforderungen auf dem Weg zu einer klimafreundlichen Wärmeversorgung zu informieren – und gemeinsam ins Gespräch zu kommen.
Die kommunale Wärmeplanung ist ein zentrales Instrument der Energiewende. Städte wie Pirmasens sind gesetzlich verpflichtet, bis spätestens Mitte 2028 einen sogenannten Wärmeplan zu erarbeiten. Darin wird aufgezeigt, wie sich der Energiebedarf in Zukunft klimaneutral und wirtschaftlich decken lässt – etwa durch Fernwärme, Wärmepumpen, Biomasse oder andere alternative Systeme. Dabei geht es nicht um verbindliche Vorschriften für einzelne Haushalte, sondern um eine strategische Empfehlung für die gesamte Stadt.
Fachliche Einblicke, offene Diskussion und Ihre Fragen!
Beim Bürgerforum geben Fachleute aus Verwaltung, Stadtwerken und externer Beratung Einblick in die bisherige Bestandsaufnahme, die Versorgungssituation und mögliche Zukunftsszenarien. Die Veranstaltung gliedert sich in fünf Abschnitte – unter anderem sprechen Oberbürgermeister Markus Zwick, Bürgermeister Michael Maas sowie Christoph Dörr, Geschäftsführer der Stadtwerke Pirmasens. Auch die Fichtner Management Consulting GmbH als externer Partner ist mit einem Vortrag vertreten.
Im Anschluss an die Vorträge können Bürgerinnen und Bürger ihre Fragen stellen. Diese können bereits im Vorfeld per E-Mail an kwp@stadtwerke-pirmasens.de eingereicht werden.
Wärmeversorgung in Pirmasens: Status quo
Der Wärmebedarf in Pirmasens liegt derzeit bei etwa 377 Gigawattstunden jährlich. Rund 74 Prozent werden durch dezentrale Erdgasheizungen gedeckt, weitere 12 Prozent entfallen auf Fernwärme. Der Rest verteilt sich auf Heizöl, Wärmepumpen, Pellets und Stromheizungen. Etwa 20 Prozent der Heizungsanlagen in der Stadt sind älter als 30 Jahre – ein Zeichen dafür, dass viele Gebäude in den kommenden Jahren modernisiert werden müssen.
Ein Ziel der kommunalen Wärmeplanung ist es daher, Impulse für zukunftsfähige Technologien zu geben – inklusive Förderberatung. So werden beispielsweise beim Umstieg auf Fernwärme bis zu 40 Prozent der Anschlusskosten bezuschusst. Eine kostenlose Energieberatung durch die Stadtwerke steht für individuelle Fragen zur Verfügung.
Orientierung trotz Gesetzeslage im Wandel
Noch ist unklar, wie sich bundespolitisch die gesetzlichen Vorgaben zur Wärmeversorgung weiterentwickeln. Das Wärmeplanungsgesetz und das Gebäudeenergiegesetz sind zwar in Kraft, aber Änderungen gelten im politischen Berlin als wahrscheinlich. „Wir planen aktuell auf Basis der geltenden Gesetzeslage – und passen unsere Strategien an, sobald neue Vorgaben kommen“, betont Stadtwerke-Chef Christoph Dörr.
Einladung an die Bürgerschaft
Mit dem Bürgerforum will die Stadt Pirmasens frühzeitig Transparenz schaffen und einen offenen Dialog ermöglichen. Oberbürgermeister Markus Zwick betont: „Die Umstellung auf eine nachhaltige Wärmeversorgung ist eine gemeinschaftliche Aufgabe. Wir möchten die Bevölkerung aktiv einbinden und frühzeitig mitnehmen.“
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist ohne Anmeldung möglich. Das Forum endet gegen 21 Uhr. Weitere Informationen zur kommunalen Wärmeplanung sind online abrufbar unter:
www.pirmasens.de/waermeplanung
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