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Ein Abend in der Stadtbücherei: Bücher, Quiz und lebhafte Gespräche
von Julia ScheppAn einem eisigen Samstag Abend Ende November findet in der Stadtbücherei Pirmasens der „Abend der Begegnung“ statt. Elf Teilnehmende kommen zusammen; neben ihnen sind Stadtbücherei-Leiterin Ulrike Weil und Luana Wachsmuth, die geholfen hat, den Abend zu organisieren, anwesend. Die Veranstaltung ist Teil der SWR-Aktion „Nacht gegen Einsamkeit“, mit der der Sender ein Zeichen für Verbindung, Begegnung und Zusammenhalt setzen will, wobei Weil bei der Benennung des Abends bewusst das Wort „Einsamkeit“ vermeidet. Es sei jeder willkommen, der gerne über Bücher plaudert oder neue Bekanntschaften sucht, Einsamkeit stehe dabei nicht im Mittelpunkt, es gehe vielmehr um Vernetzung und Lesefreude. Die Runde, die sich zusammenfindet, ist generationenübergreifend, literaturbegeistert und gespannt, was der Abend bringt.
Der Abend im Überblick
Der Abend beginnt mit kurzen Vorstellungsrunden: Jede oder jeder, der möchte, bringt ein (Lieblings-)Buch mit, stellt den Titel kurz vor und nennt, worum es in dem Werk geht. Auf die Vorstellungsrunde folgen zahlreiche Diskussionen rund um die Themen Lesen, die Stadtbücherei und E-Reader. Besonders bei letzterem Thema scheiden sich die Gemüter. Den Abschluss bildet ein Literaturquiz, das das Wissen der Teilnehmenden zu deutschen Klassikern wie auch zu bekannten englischen und sogar russischen Bestsellern und Autoren prüft. Für jede richtig beantwortete Frage gibt es eine kleine Belohnung zum Naschen.
Um welche Bücher ging es?
Vorgestellt werden an diesem Abend ganz unterschiedliche Titel, die die Bandbreite der Runde widerspiegeln: T. J. Klunes Science-Fiction-Roman „Die unerhörte Reise der Familie Lawson“ begleitet eine ungewöhnliche Familie aus verschiedenen Robotern und einem Menschen auf einer ungewöhnlichen Reise. Der Roman ist eine Geschichte über Familie, Anderssein, die Bedeutung von Menschlichkeit und die Suche nach dem eigenen Platz in einer veränderten Welt.

Cornelia Funkes „Tintenherz“ (der erste Band der Tintenwelt-Tetralogie) schildert die Geschichte von Mo und dessen Tochter Meggie, die die Fähigkeit besitzen, Figuren aus Büchern in die wirkliche Welt zu lesen; die Kehrseite ist, dass jedes Mal etwas aus der realen Welt im Buch verschwindet.

„Pi mal Daumen“ von Aline Brosky verknüpft mathematische Bilder und Konzepte mit kurzen Alltagsszenen. Es handelt von der ungewöhnliche Freundschaft zwischen dem 16-jährigen hochbegabten Mathe-Nerd Oscar und der über 50-jährigen Moni, die sich mit dem Mathematikstudium einen Lebenstraum erfüllt.

Und Stephen Kings „The Stand“ ist ein groß angelegter postapokalyptischer Roman: Nach dem Zusammenbruch der Gesellschaft durch eine verheerende Seuche zeichnet das Buch das Panorama der Überlebenden nach. Es geht um die grundlegende Frage, welche Art von Gesellschaft nach dem Ende der bekannten Welt wieder aufgebaut werden soll und beschreibt den epischen Kampf zwischen Gut und Böse nach der verheerenden Pandemie.

Snacks und Atmosphäre
Das Bücherei-Team stellt Snacks und allerlei Getränke bereit: Spekulatius und Lebkuchen stehen neben Salzstangen und Käsegebäck. Viele aus der Runde beginnen den Abend mit einem Glas Sekt, gegen Ende wird der Wasserkocher, Teebeutel und die Kaffeemaschine gezückt. Der ganze Abend ist ungezwungen und voll mit Gesprächen rund um Literatur und Bücher.
Fazit und Ausblick
Die Stadtbücherei zieht ein positives Resümee: Der Abend zeigt, dass ein offenes Salon-Format gut funktioniert und generationenübergreifend Interesse weckt. Ulrike Weil signalisiert, dass nach dem erfolgreichen Abend ähnliche Treffen künftig unabhängig von Sonderaktionen wahrscheinlich wieder angeboten werden sollen. Die kleinen Runden bieten Gelegenheit, neue Titel kennenzulernen, das literarische Wissen zu testen und in entspannter Atmosphäre mit anderen Lesenden ins Gespräch zu kommen.
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