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Zwick und Schüler vor Wand

Farbenfrohes Zeichen für Vielfalt, Toleranz und Frieden

von Julia Schepp

Ein Wandgemälde an der Käthe-Dassler-Realschule Plus zeigt, wie junge Menschen Verantwortung für ein respektvolles Miteinander übernehmen – und lädt mit drei Selfie-Points zum Mitmachen ein.

Bunte Engelsflügel, ein schützender Regenschirm, zwei freundliche Flamingos und ein Porträt von Käthe Dassler – was auf den ersten Blick wie fantasievolle Street-Art wirkt, hat eine tiefere Botschaft: Das neue Wandgemälde an der Käthe-Dassler-Realschule Plus will zum Nachdenken anregen – und zum Teilen. Denn mit insgesamt drei Selfie-Points ist das Kunstwerk nicht nur Blickfang, sondern auch interaktives Statement für ein demokratisches und friedliches Zusammenleben.

Der linke Teil der farbenfrohen Wand mit dem Portät der Namensgeberin der Realschule. Foto: Schepp

Entstanden ist das Gemälde unter dem Motto „Gemeinsam für Vielfalt, Toleranz und Frieden“ im Rahmen eines Projekts, das durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ gefördert wurde. Gestaltet wurde es von 14 Schülerinnen und Schülern der schuleigenen Kunst-AG – gemeinsam mit dem Pirmasenser Künstler Pouya Nemati von der Jugendkulturwerkstatt (JuKuWe). In rund 15 Stunden kreativer Arbeit setzten sich die Jugendlichen – im Alter zwischen 13 und 16 Jahren – intensiv mit der Frage auseinander, was Vielfalt, Toleranz und Frieden für sie persönlich bedeuten.

Kunst als gelebte Haltung

„Dieses Wandbild ist weit mehr als ein ästhetischer Blickfang“, betonte Schulleiterin Jeanette Kriwy bei der feierlichen Einweihung. „Es ist Ausdruck unserer Haltung und macht deutlich, wofür wir als Schule stehen.“ Die Schülerinnen und Schüler hätten dabei nicht nur ihre künstlerischen Talente gezeigt, sondern auch ein „Stück gelebte Demokratie gestaltet“, so Kriwy.

OB Zwick und Schulleiterin Jeanette Kriwy for einem der Selfie-Spots. Foto: Schepp

An der Feier nahmen neben den Mitgliedern der Kunst AG auch Vanessa Weißbrod von der Koordinierungsstelle Demokratie leben! sowie Oberbürgermeister Markus Zwick teil. Dieser würdigte in seiner Rede das Engagement der Jugendlichen: „Ihr habt gezeigt, was in euch steckt an Kreativität und an künstlerischem Talent und ihr habt nicht nur eure Schule verschönert, sondern ein sichtbares Zeichen gesetzt – für Zusammenhalt, für Vielfalt und für das, was euch wichtig ist.“

Vanessa Weißbrod, Koordinatorin für das Programm Demokratie leben! vor dem zweiten Selfie-Spot. Foto: Schepp

Platz für Selfies – und für Haltung

Die Idee zu den Motiven entwickelten die Jugendlichen gemeinsam mit Pouya Nemati – mithilfe von Online-Recherche, Brainstorming und intensiven Diskussionen über ihre eigenen Erfahrungen. Das Ergebnis: ein ebenso verspieltes wie tiefgründiges Wandbild, das die Besucher dazu einlädt, sich mitten in die Botschaft zu stellen – buchstäblich. Drei gezielt gestaltete Selfie-Points machen dies möglich: vor Engelsflügeln, unter einem Regenschirm und zwischen zwei Flamingos. Die Selfie-Points sind bewusst so platziert, dass sie zur Auseinandersetzung einladen – und zugleich eine freundliche Einladung sind, das Thema weiterzutragen.

Pirmasenser Künstler Pouya Nemati, unter dessen kreativer Leitung das Projekt verwirklicht wurde, vor dem letzten Selfie-Spot. Foto: Schepp

Langfristige Wirkung

Begleitet wurde das Projekt von Weißbrod, der städtischen Koordinatorin für das Programm Demokratie leben! Bereits seit 2011 beteiligt sich Pirmasens an dessen Vorgänger- und Folgeinitiativen. Der neue Beitrag an der Schulwand soll dabei nicht nur temporär wirken. „Möge dieses Bild täglich daran erinnern, wie wichtig Respekt, Offenheit und Zusammenhalt in unserer Gesellschaft und in unserer Schule sind“, so Kriwy.


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