Beitrag
Florian Bilic

Florian Bilic bezieht Stellung zur Stadtbild-Debatte

von psst!-Redaktion

Die Diskussion um das Stadtbild sorgt seit Wochen für hitzige Debatten – nun hat sich auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Florian Bilic dazu geäußert. In einem persönlichen Statement teilt er seine Eindrücke und mahnt zu einem offenen, sachlichen Dialog ohne Pauschalisierungen.

Bilic schildert, dass er sich am vergangenen Wochenende bewusst Zeit genommen habe, um durch Pirmasens zu laufen und die Situation selbst zu beobachten. Dabei habe er seine Eindrücke auch mit Erfahrungen aus Mannheim und Berlin verglichen – Städten, in denen er zeitweise lebte.

„Die Debatte ist richtig. Es verändert sich etwas, und wir sollten offen darüber sprechen können – ohne zu pauschalisieren“, so Bilic. Gleichzeitig betont er seine persönliche Verbundenheit zur Stadt: Als bekennender Heimatshopper sei es für ihn ein geschätztes Ritual, am Samstagmorgen mit seiner Familie über die Wochenmärkte und durch die Läden zu schlendern. „Wir treffen dort Bekannte, bekommen leckere Produkte, und ich erhalte als Politiker das ein oder andere, meist ehrliche Feedback.“

Verantwortung jedes Einzelnen

Bilic spart aber auch die Schattenseiten nicht aus: Zerschlagene Scheiben, Müll, verschmierte Wände, Hundekot und leerstehende Geschäfte – das alles präge ebenfalls das Bild der Innenstadt. Er wolle diese Beobachtungen weder dramatisieren noch verharmlosen, sondern betont, dass es nicht um bestimmte Bevölkerungsgruppen, sondern um das Verhalten jedes Einzelnen gehe.

„Wir alle tragen Verantwortung für das Miteinander im öffentlichen Raum“, sagt Bilic. Schon kleine Gesten wie Zivilcourage im Alltag oder der bewusste Verzicht auf Onlinekäufe könnten helfen, die Innenstadt lebendiger zu gestalten.

Politik und Bürger gefordert

Zugleich fordert der Abgeordnete, Verstöße gegen Sauberkeit konsequenter zu ahnden – was jedoch in einer finanzschwachen Kommune wie Pirmasens eine Herausforderung sei. Städte müssten gestärkt und gepflegt werden, während Gefährder und Ausreisepflichtige konsequent abgeschoben werden sollten. Ebenso wichtig sei es, den Menschen, „die fester Bestandteil und Rückgrat unserer Gesellschaft sind“, das Gefühl zu geben, willkommen und wertgeschätzt zu sein.

Zum Abschluss appelliert Bilic an alle Seiten, die Diskussion um das Stadtbild ohne ideologische Scheuklappen zu führen: „Wir müssen solche Debatten führen können, ohne dass jemand sofort in eine bestimmte Ecke gestellt wird. Zum Glück können und dürfen wir das in Deutschland.“


Titelfoto: Juri vom Endt


Du willst mehr News aus Pirmasens? Abonniere jetzt kostenlos den Newsletter und erhalte die neusten Nachrichten aus der Stadt bequem ins Mail-Postfach. Einfach hier klicken: