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Förderverein unterstützt Pirmasenser Krankenhaus bei Ausbildung, Betreuung und Versorgung in der Pflege
von Julia ScheppFörderverein und Sanitätshaus übergeben Spenden im Wert von über 20.000 Euro – drei Projekte für Ausbildung und Patientenversorgung profitieren
Pirmasens. Gleich dreifache Freude herrschte am vergangenen Donnerstag vor dem Haupteingang des Städtischen Krankenhauses Pirmasens: Der Förderverein „Patientenforum Städtisches Krankenhaus Pirmasens e. V.“ und das Sanitätshaus Römer übergaben im Rahmen einer kleinen Feierstunde Spenden in Höhe von insgesamt über 20.000 Euro. Mit dem Geld werden drei konkrete Projekte realisiert – jedes davon mit einem klaren Mehrwert für Ausbildung und Patientenversorgung.
Lebensnahe Pflegeausbildung dank Simulationspuppe
Den Löwenanteil der Spende – nämlich 15.000 Euro – investiert der Förderverein in die Anschaffung einer modernen Simulationspuppe, die zukünftig im neuen Skills-Lab des Krankenhauses zum Einsatz kommt. „Diese Puppe ist nahezu lebensecht“, erklärte Rigo Meyer, Vorsitzender des Fördervereins (Titelbild rechts), bei der Scheckübergabe. „Blutdruck messen, Infusionen legen, Reanimation üben – all das ist damit möglich.“
Die Puppe trägt den Namen „Vivian“ und wird Teil eines umfassenden Ausbildungsprogramms, das auch audiovisuelle Rückmeldungen beinhaltet. „Vivian kann sogar sprechen, wenn etwas nicht stimmt – das macht die Ausbildung besonders praxisnah“, betonte Meyer weiter. Ziel sei es, angehende Pflegekräfte bestmöglich auf die Realität am Krankenbett vorzubereiten.

Therapiehund Alma sorgt für emotionale Nähe
Ein zweites Herzensprojekt betrifft die tiergestützte Therapie: Mit weiteren 1.210 Euro übernimmt der Förderverein die Ausbildungskosten für Therapiehund „Alma“. Die junge Labradoodle-Dame unterstützt das Personal der Tagesklinik insbesondere in der Betreuung psychisch erkrankter Patienten. Ihr ruhiges Wesen und die empathische Ausstrahlung sind dabei besonders hilfreich.
„Alma berührt die Menschen, ohne viele Worte“, so Meyer. „Gerade für depressive Patienten ist die Begegnung mit ihr oft ein Türöffner – sie hilft beim Abbau von Ängsten und Einsamkeit.“ Mehrmals wöchentlich besucht Alma die Stationen, um dort kleine Übungen, Streicheleinheiten und emotionale Nähe zu schenken. Ein echtes Therapie-Wunder auf vier Pfoten.

Mobilität für Patienten – acht Rollstühle und zwei Rollatoren
Das dritte Projekt wurde gemeinsam mit dem Sanitätshaus Römer realisiert. Dank einer Spende in Höhe von 4.000 Euro wurden dem Krankenhaus acht neue Rollstühle und zwei Rollatoren zur Verfügung gestellt. Olaf Plümer, Orthopädiemeister und Leiter der Römer-Filiale in Pirmasens, war persönlich vor Ort, um die Hilfsmittel zu übergeben.
„Gerade in der Physiotherapie und auf anderen Stationen helfen die Rollstühle, Patienten wieder in den Alltag zu bringen“, so Rigo Meyer über das Spendenprojekt mit dem Sanitätshaus Römer. Auch Oberbürgermeister Markus Zwick zeigte sich erfreut über das Engagement: „Diese Spende ist nicht nur eine große Hilfe für unser Krankenhaus, sondern auch ein Zeichen lebendiger Partnerschaft zwischen Wirtschaft, Stadtgesellschaft und Gesundheitswesen.“
Dank und Blick in die Zukunft
In seiner Ansprache betonte Oberbürgermeister Zwick außerdem die hohe Bedeutung ehrenamtlicher Strukturen wie des Fördervereins: „Die Menschen hinter diesen Spendenaktionen leisten Unglaubliches – sie bringen Herz, Organisationstalent und große Identifikation mit dem Krankenhaus ein.“ Er lobte insbesondere die nachhaltige Auswahl der Projekte: „Ob Therapiehund, Simulationspuppe oder Rollstuhl – hier wird jeder Euro sinnvoll eingesetzt.“
Rigo Meyer ließ es sich nicht nehmen, zum Abschluss auch auf ein besonderes Jubiläum hinzuweisen: Mit der aktuellen Spende hat der Förderverein in Summe mittlerweile fast 200.000 Euro für das Städtische Krankenhaus Pirmasens gesammelt. Eine beachtliche Leistung – und Ansporn für die Zukunft. Denn wie Meyer betonte: „Schon mit 24 Euro im Jahr kann jeder Mitglied werden und unsere Arbeit unterstützen.“
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