Beitrag
20260313_psp_1_bild.jpg

Fünf Jahre Familienzentrum Aufwind: Hilfe aus einer Hand für Pirmasenser Familien

von Julia Schepp

Seit fünf Jahren bietet das Familienzentrum Aufwind in der Klosterstraße eine zentrale Anlaufstelle für Familien und Bürger in schwierigen Lebenssituationen. Die Einrichtung wurde im Februar 2021 gegründet, um den Zugang zu Hilfsangeboten zu erleichtern und verschiedene Unterstützungsleistungen besser miteinander zu verknüpfen. Ziel ist es, Menschen frühzeitig zu begleiten und ihnen neue Perspektiven zu eröffnen.

Zentrale Anlaufstelle für soziale Unterstützung

Die Idee zur Einrichtung geht auf eine Initiative von Oberbürgermeister Markus Zwick zurück. Hintergrund war die Erkenntnis, dass viele vorhandene Hilfsangebote die betroffenen Familien nicht immer erreichen. Mit dem Familienzentrum sollte deshalb eine zentrale Stelle geschaffen werden, an der Beratung, Unterstützung und Vermittlung gebündelt stattfinden können.

Im Mittelpunkt steht dabei ein ganzheitlicher Ansatz. Die Mitarbeiter betrachten nicht nur einzelne Probleme, sondern die gesamte Lebenssituation der Betroffenen. Familien werden als System gesehen, in dem unterschiedliche Faktoren zusammenwirken. Veränderungen können deshalb oft nur gelingen, wenn auch die Rahmenbedingungen im Umfeld berücksichtigt werden.

(v.l.): Philipp Kuhn, Koordinator der JBA+ im Familienzentrum Aufwind; Markus Zwick, Oberbürgermeister Pirmasens; Shawn Frederick, Jugendcoach der JBA+; Christine Steinke, Jobfux an der BBS Pirmasens. Foto: Martin Seebald

Enge Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern

Das Familienzentrum ist organisatorisch beim Sachgebiet Soziale Arbeit der Stadtverwaltung angesiedelt. Ein vierköpfiges Team arbeitet dort als offene und bewusst niedrigschwellige Anlaufstelle. Bürger können sich mit ganz unterschiedlichen Anliegen an die Einrichtung wenden, etwa bei Problemen im Alltag, bei der Suche nach Arbeit oder bei familiären Belastungen.

Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit ist die enge Zusammenarbeit mit zahlreichen Netzwerkpartnern. Dazu zählen unter anderem die Arbeitsagentur und das Jobcenter, Schulen und Schulsozialarbeit, Schuldner- und Drogenberatung sowie das Amt für Jugend und Soziales. Auch die städtischen Quartiersbüros unterstützen die Arbeit des Familienzentrums und helfen dabei, Hilfsangebote im Stadtgebiet bekannt zu machen.

Unterstützung für junge Menschen

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Begleitung junger Menschen beim Übergang von der Schule in Ausbildung oder Beruf. Im Familienzentrum ist deshalb auch die Koordinationsstelle der Jugendberufsagentur Plus angesiedelt. In den vergangenen fünf Jahren wurden dort mehr als 125 junge Menschen individuell unterstützt.

Ergänzend dazu hilft das Projekt „Jobfux“ Schülern bei der beruflichen Orientierung. Die Angebote reichen von Bewerbungstrainings über Unterstützung bei der Suche nach Praktikums- und Ausbildungsplätzen bis hin zur Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche. Auch die Zusammenarbeit mit Schulen und Schulsozialarbeit spielt eine wichtige Rolle. Ziel ist es, frühzeitig Perspektiven zu eröffnen und damit langfristig soziale Probleme zu vermeiden.

Bilanz nach fünf Jahren

Fünf Jahre nach der Gründung zieht die Stadt eine positive Bilanz. Das Familienzentrum wird von vielen Bürgern angenommen und hat sich als wichtige Anlaufstelle etabliert. In zahlreichen Fällen konnten Menschen begleitet und unterstützt werden, deren Lebenssituationen sehr unterschiedlich sind.

Ein Teil der Arbeit erfolgt auch im Programm „Armut begegnen“. Dort werden Menschen über längere Zeit begleitet, um ihnen den Weg zurück in ein stabiles Leben mit Wohnung und Arbeit zu erleichtern. Gleichzeitig entwickelt die Servicestelle Strategien, um Armut in der Stadt langfristig zu verhindern.

Ziel: Perspektiven schaffen

Die Arbeit des Familienzentrums Aufwind ist stark von Zusammenarbeit geprägt. Das übergeordnete Ziel bleibt dabei unverändert: Menschen dabei zu unterstützen, ihr Leben möglichst eigenständig und selbstverantwortlich zu gestalten. Nach fünf Jahren zeigt sich, dass das Familienzentrum Aufwind einen wichtigen Beitrag dazu leistet, Familien zu stärken und soziale Perspektiven in Pirmasens zu verbessern.


Titelbild (v.l.): Philipp Kuhn, Koordinator der JBA+ im Familienzentrum Aufwind; Shawn Frederick, Jugendcoach der JBA+; Markus Zwick, Oberbürgermeister Pirmasens; Torsten Frey, Sachgebietsleiter Soziale Arbeit; Christine Steinke, Jobfux an der BBS Pirmasens. Foto: Martin Seebald


Du willst mehr News aus Pirmasens? Abonniere jetzt kostenlos den Newsletter und erhalte die neusten Nachrichten aus der Stadt bequem ins Mail-Postfach. Einfach hier klicken: