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Gemeinsame Spende bringt Fahrrad-AG an der Husterhöhe ins Rollen
von Andreas Petry • Titelfoto: Andreas PetryWenn Begeisterung auf Engagement trifft, entstehen Projekte, die bewegen – und das im wahrsten Sinne des Wortes! An der Landgraf-Ludwig-Realschule plus (LLRSP), Standort Husterhöhe, herrscht große Freude: Dank einer Spende in Höhe von 5.500 Euro, die im Ratssaal der Stadt Pirmasens an die Verantwortlichen der Schule übergeben wurde, können zehn neue Fahrräder für die neu gegründete Fahrrad-AG angeschafft werden. Ein Projekt, das nicht nur die Mobilität der Kinder stärkt, sondern auch Chancengleichheit schafft und Teamgeist fördert.
Den Anstoß gab der Lions Club Pirmasens, dessen Förderverein, die Lions Hilfe, 2.750 Euro spendete. Frederic Krämer, der Vorsitzende des Lions Club Pirmasens, betonte: „Unser Motto ‚We Serve‘ heißt übersetzt ‚Wir dienen‘. Das tun wir sehr gerne. Insbesondere wenn Not am Mann ist.“ Michael Knecht, der Vorsitzende der Lions Hilfe, erklärte: „Wir bewegen Geld, damit Kinder sich bewegen können. Uns ist wichtig, dort zu helfen, wo es wirklich zählt – bei den Kindern.“ Die Spendengelder der Lions Hilfe stammen übrigens aus dem Erlös der bereits zum 17. Mal angelaufenen Weihnachtslosaktion, bei der es bei 10 Euro Einsatz pro Los Preise von rund 30.000 Euro zu gewinnen gibt. Der Eintritt ins Dynamikum ist im Lospreis übrigens inkludiert.

Diese Summe wurde durch die Liselott und Klaus Rheinberger-Stiftung und die Bürgerstiftung Pirmasens verdoppelt – ein starkes Zeichen solidarischer Zusammenarbeit. Michael Baas, Geschäftsführer der Bürgerstiftung Pirmasens, ergänzte: „Dieses Projekt passt perfekt zu unserem Ziel, Kinder und Jugendliche in unserer Stadt zu fördern. Bewegung ist ein wichtiger Baustein dafür. Wir freuen uns, Teil dieser Idee zu sein.“ Baas gab zudem bekannt, dass seit Gründung der Bürgerstiftung Anfang des Jahres bereits 50.000 Euro an Spenden eingegangen sind.
Doch es geht bei dieser Aktion um weit mehr als nur neue Fahrräder. Die Fahrrad-AG der LLRSP steht für Verantwortung, Freude an der Bewegung und gelebte Inklusion. Viele Kinder dort besitzen kein eigenes Fahrrad. Durch die AG bekommen sie die Möglichkeit, das Radfahren von Grund auf zu lernen – sicher, praktisch und mit Spaß.

„Es ist wichtig für die Mobilität und hat eine hohe Bedeutung für die Verkehrssicherheit, gerade weil die Kinder das schwächste Glied der Verkehrsteilnehmer darstellen“, sagt Gastgeber Oberbürgermeister Markus Zwick.
Der Initiator und pädagogische Koordinator der LLRSP, Manuel Konrath, der die AG an der Ganztagsschule mit viel Idealismus ins Leben gerufen hat, bringt den Kern des Projekts auf den Punkt: „Viele Kinder bewegen sich heute zu wenig. Mit dem Radfahren schaffen wir einen Ausgleich – wir fördern Ausdauer, Koordination und Selbstbewusstsein.“ Und Konrath weiter: „Zudem lernen die Kinder wichtige Dinge für ihr Leben, von Verkehrsregeln über Technik bis zum selbstständigen Reifenwechsel.“
Die Fahrrad-AG verbindet Theorie und Praxis auf beispielhafte Weise. Die Schülerinnen und Schüler der 5. bis 7. Klasse (10 bis 15 Jahre) lernen die Grundlagen der Verkehrssicherheit und Technik. Dabei wird zunächst auf dem Schulhof geübt, bevor es tatsächlich zu Ausfahrten in den öffentlichen Straßenverkehr kommt. Konrath: „Aber erstmal unmittelbar um unser Schulgelände“, lässt Konrath die Pressevertreter wissen.

Rektorin Liliane Fremgen zeigte sich tief beeindruckt vom Engagement des Kollegiums: „Es ist großartig, wenn Lehrkräfte sich über den Unterricht hinaus einsetzen und jungen Menschen solche Erfahrungen ermöglichen. Diese AG schafft nicht nur Bewegung, sondern auch Gemeinschaft.“
Die besondere Stärke der Initiative liegt in ihrem ganzheitlichen Ansatz. Es geht um Bildung, Bewegung und soziale Teilhabe gleichermaßen. „Das Schöne ist, dass sich alle Beteiligten schnell zusammengefunden haben – Lions Club, Bürgerstiftung, Rheinberger Stiftung und Schule“, sagte Oliver Minakaran, der Sekretär der Lions-Stiftung.
In den kommenden Wochen sollen die Räder bestellt werden. Zwei zusätzliche Fahrräder stellen Lehrkräfte privat zur Verfügung, sodass zunächst zwölf Räder einsatzbereit sind. Rund 20 Schülerinnen und Schüler der Klassen fünf bis sieben werden regelmäßig an der AG teilnehmen, die sich nicht als Konkurrenz zur Jugendverkehrsschule sieht. Im Gegenteil, wie Zwick mitteilte: „Die Jugendverkehrsschule begrüßt diese Initiative ausdrücklich.“ Prima!
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