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Gersbach: „Am alten Friedhof“ wieder für den Verkehr freigegeben
von Julia Schepp • Titelfoto: Julia ScheppFeierliche Einweihung, Dank an Anwohner und Ausklang am Imbiss-Tisch
Nach sechs Monaten Bauzeit ist die Straße „Am alten Friedhof“ in Gersbach wieder frei befahrbar. Bei einer kleinen Feierstunde mit Bandschnitt Ende letzter Woche geben Oberbürgermeister Markus Zwick, Bürgermeister Michael Maas und Ortsvorsteher Dieter Clauer den erneuerten Abschnitt offiziell für den Verkehr frei. Danach bleiben die Menschen noch zusammen, unterhalten sich und stärken sich an einem Tisch mit kleinen Speisen und Getränken – ein sympathischer, persönlicher Abschluss des offiziellen Teils.

Schnell fertig — und solide gebaut
Der Ausbau der rund 255 Meter langen Strecke zwischen Christian-Müller-Straße und Windsberger Straße ist deutlich früher als geplant beendet worden: Statt der kalkulierten Bauzeit wurden die Arbeiten bereits rund vier Wochen vor dem Ziel abgeschlossen. Auf einer Gesamtfläche von etwa 2.612 Quadratmetern wurden Fahrbahn (ca. 1.725 m²) und Gehwege (ca. 887 m²) neu hergestellt. Die Fahrbahn erfolgte in bituminöser Bauweise, die Gehwege erhielten ein elegantes graues Betonsteinpflaster. Acht moderne LED-Leuchten (Typ „Luma“) sorgen künftig für gute Ausleuchtung; die Haltestellen an der Christian-Müller-Straße sind nun barrierefrei ausgeführt.
„Bauzeit ist natürlich kein Spaß“ – OB Zwick zieht Bilanz
Oberbürgermeister Zwick bedankt sich ausdrücklich bei Anwohnerinnen und Anwohnern sowie den beteiligten Firmen und Ämtern. In seinen Worten: „Bauzeit ist natürlich kein Spaß – und man hat die Baustelle vor der Tür, man hat die Geräusche vor der Tür. Aber ich freue mich natürlich auch, dass wir hier jetzt die Straße haben.“ Zwick bedankt sich für die Geduld der Anwohner während der Bauzeit.

Tiefbau, Kanal und Versorgung – unterirdisch genauso erneuert
Der sichtbare Ausbau ist nur ein Teil des Projekts: Auch die Entwässerung und die Versorgung wurden grundlegend erneuert. Es entstand eine Entlastungsleitung für die Christian-Müller-Straße, sechs Hauptkanäle (insgesamt knapp 270 Meter) wurden saniert. Die Stadtwerke leisteten Vorarbeit: 234 Meter neue Wasserleitung inklusive 19 Hausanschlüssen, 300 Meter neues Niederspannungskabel und eine neue Trafostation gehören zur Infrastruktur, die die Arbeiten langfristig absichert. Die Stadt betont, dass die Maßnahmen die Voraussetzungen für die nächsten Jahrzehnte schaffen.
Umfang, Kosten und regionale Wertschöpfung
Insgesamt hat die Stadt rund 1,82 Millionen Euro in die Maßnahme investiert: etwa 1,29 Millionen Euro für den Straßenbau (finanziert aus dem Straßenausbauprogramm mit wiederkehrenden Beiträgen), rund 250.000 Euro für die Kanalsanierung (Sonderhaushalt Abwasser) und etwa 282.000 Euro durch die Stadtwerke für die Versorgungsinfrastruktur. Bürgermeister Michael Maas wies bei der Einweihung auf die technischen Herausforderungen hin und lobte zugleich die gute Zusammenarbeit mit Planern, ausführenden Firmen und den städtischen Fachämtern. Er erklärte, die zügige Umsetzung sei auch dem günstigen Witterungsverlauf während der Bauzeit zu verdanken.

Dank vom Ortsvorsteher und Blick nach vorn
Ortsvorsteher Dieter Clauer richtete warme Worte an die Anwohner: „Ich bin aber froh, dass Sie das mit viel Geduld hingenommen haben.“ Seine Rede nahm den Stolz der Nachbarschaft auf, die das vorübergehende Leben mit Baustelle geduldig mitgetragen hat. Zugleich warb Clauer für weitere Pflege des Ortsbilds: Schon im kommenden Frühjahr sollen kleinere Begrünungs- und Blumenmaßnahmen das neue Erscheinungsbild abrunden.
Geselligkeit gehört dazu
Nach dem offiziellen Teil blieben viele Gäste: Ein Tisch mit kleinen Speisen und Getränken lud zum Verweilen ein. Hier wurde das Band-Durchschneiden in lockerer Runde nachbesprochen, Handwerker und Planer erhielten persönliches Lob, und Anwohner tauschten sich über die neuen Bordsteine, die barrierefreien Haltestellen und die künftige Bepflanzung aus. Genau dieser informelle Austausch machte die Einweihung zu einem echten Nachbarschaftsereignis.

Teil eines größeren Programms
Die Maßnahme ist Teil des langfristigen Straßenausbauprogramms der Stadt, das seit Jahren zahlreiche Vorortstraßen modernisiert. Maas und Zwick betonten, dass die Vergaben bewusst regional erfolgen, um die heimische Wirtschaft zu stärken. Gleichzeitig kündigten sie an, dass in den kommenden Jahren weitere Ausbauvorhaben im Ortsbezirk geplant sind – Gersbach bleibe auf dem Weg zur zukunftsfähigen Ortsinfrastruktur.
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