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Kimmle Stiftung Jubiläum

Heinrich Kimmle Stiftung feiert runden Geburtstag im Framas-Stadion

von Andreas Petry

Happy Birthday HKS! Kein Ballsaal, kein steifer Festakt: Die Heinrich Kimmle Stiftung feierte ihren 60. Geburtstag so, wie sie lebt – mitten in der Gesellschaft, bunt, herzlich und voller Lebensfreude! Die Jubiläumsfeier der 1965 von Prälat Heinrich Kimmle gegründeten Stiftung für die Arbeit mit Menschen mit Behinderung war ein ganztägiges großes Volksfest um und im Framas-Stadion, das die Macher um Vorstand Marco Dobrani am Samstag bei Kaiserwetter veranstaltet haben.

„Wir haben ganz tolle Mitarbeiter, die super engagiert sind, die mit Herzblut so etwas auf die Beine stellen, die Megaspaß dabeihaben und unendliche Stunden investieren“, lobte der Vorstand seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dobrani spannte bei der Begrüßung der zahlreichen Gäste auf der RPR-Bühne im Framas-Stadion dabei auch den Bogen zum normalen Arbeitsalltag. „Das macht uns besonders und das übertragen wir auch in die Arbeit mit den Menschen mit Beeinträchtigungen. Wir versuchen, individuelle, passgenaue Angebote für Menschen mit Behinderungen zu erarbeiten, damit sie ein gutes Leben haben, damit sie selbständig leben können.“

Marc Dobrani Vorstand der HKS bei der Eröffnung der Abendveranstaltung. Rechts Ministerpräsident Alexander Schweitzer, OB Markus Zwick, verdeckt Landrätin Susanne Ganster. Foto: Petry

Und weil ganz Rheinland-Pfalz weiß, was in der Heinrich Kimmle Stiftung geleistet wird, war auch Ministerpräsident Alexander Schweitzer in die Schuhstadt gereist, um dem Jubilar zu gratulieren. „Wer so viel schafft, wer so fleißig ist und so erfolgreich ist, der darf auch mal feiern, wie ihr heute Abend“, rief Schweitzer ins weite Rund des Framas-Stadions, vergaß dabei nicht – ganz Politprofi – die Oberliga-Kicker des FK Pirmasens zu loben, die eine Woche zuvor „das richtig klasse gemacht haben gegen den HSV.“

Die „Dicken Kinder“ erwiesen sich als mega Partyband und klasse Einheizer. Foto: Petry

Die Reden waren eingebettet in die Nacht der Stars. Zunächst durften die „Dicken Kinder“ auf der Bühne vor der Tribüne die Stimmung anheizen. Dass sie die richtige Besetzung für diese Aufgabe sind, bewies eine der beliebtesten Partybands Deutschlands schon einige Wochen vorher beim „Schlabbeflickerfeschd“ auf dem Exe. Diesmal rockte die pfälzische Kultband, die in Neustadt an der Weinstraße ihren formellen Sitz hat, auch das Framas-Stadion und bereitete den Boden für die beiden Top-Acts vor.

Es herrschte eine tolle Atmosphäre im Framas-Stadion – hier der Blick von der Bühne auf die Tribüne. Foto: Petry

Was für eine Show gab es vom in Barcelona geborenen Álvaro Soler! Er verwandelte das Framas-Stadion in Pirmasens in eine einzige Fiesta. Soler, der Chartstürmer, riss die Menge mit – von „El mismo sol“ bis hin zu „Sofía“, „La Cintura“ und seiner neuesten Single „Con Calma“. Heiße Beats und lateinamerikanische Vibes: Soler, ein echter Hitgarant, der im Framas-Stadion nicht nur die Teenie-Herzen zum Schmelzen brachte, entführte die 8.000 Besucher in eine spanische Nacht mit purer Sommerlaune.

In Barcelona geboren und mit seinem Top-Hits auf der Husterhöhe: Álvaro Soler. Foto: Petry

Und dann kam er: der Badenser Max Giesinger, der zwei Tage vor dem Konzert noch bei „Inas Nacht“ zusammen mit Karoline Herfurth tiefe Einblicke in sein Leben offenbarte. Der Bambi-Preisträger von 2020 eroberte dabei die Herzen seiner Fans im Sturm – auch wenn er bisweilen einen Tick zu viel zwischen seinen Songs erzählte. Natürlich ging ein Beben durchs Stadion bei seinem Hit „80 Millionen!“

Max Giesinger war einer von 8000 und der Top-Act beim 60. Geburtstag der HKS. Foto: Petry

In Adaption auf diesen Hit haben nicht einer, sondern viele Menschen mit Behinderungen in der Heinrich Kimmle Stiftung ihren leuchtenden Kometen gefunden.

Auch in den Stunden zuvor beim Familientag herrschte Volksfeststimmung: Kinder stürmten Hüpfburg und Glücksrad, schleckten Eis und ließen sich von Clown, Zaubertricks und bunten Luftballons verzaubern. Auf der Bühne sorgten Tänzer, Sänger und Mitmach-Programme für Applaus. Gänsehaut-Moment inklusive, als der Chaos-Chor der HKS pure Lebensfreude versprühte. Ob Familien, Jugendliche oder ältere Besucher – alle feierten mit. Sonnenschein, volle Bänke, gute Laune: Pirmasens zeigte sich von seiner fröhlichsten Seite, ehe am Abend das große Konzert wartete.


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