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Integrationspreis Rheinland-Pfalz geht an Pirmasens

von Julia Schepp

Stadt wird für einzigartiges Projekt zur frühzeitigen Integration von Asylsuchenden ausgezeichnet

Große Anerkennung für Pirmasens: Die Stadt ist am Montag, dem 27. Oktober, mit dem ersten Integrationspreis Rheinland-Pfalz des Ministeriums für Familie, Frauen, Kultur und Integration (MFFKI) ausgezeichnet worden. In der Kategorie „Gut ankommen – besser starten“ überzeugte Pirmasens mit einem bundesweit einzigartigen Projekt, das Asylsuchende bereits ab ihrem ersten Tag in der Stadt begleitet und beim Ankommen unterstützt.

Frühe Integration als Schlüssel zum Erfolg

Seit 2023 bietet die Stadt gemeinsam mit dem Pfälzischen Verein für soziale Rechtspflege Zweibrücken ein modulares Integrationsprogramm an, das gezielt auf die Bedürfnisse neu angekommener Menschen zugeschnitten ist. Bereits am Tag nach ihrer Ankunft starten Asylsuchende in verpflichtende Integrationskurse, in denen sie praktische Hilfestellungen und Sprachförderung erhalten. Dabei geht es um soziale Gepflogenheiten, den Umgang mit Behörden, Alltagsorganisation und das Kennenlernen kultureller Erwartungen.

Das Ziel: Schnellstmögliche Orientierung und Integration in den Arbeitsmarkt. Viele Teilnehmende können bereits nach wenigen Wochen eine Arbeitsgelegenheit im Rahmen eines Ein-Euro-Jobs oder eine reguläre Beschäftigung aufnehmen.

Integrationskurs der Stadt Pirmasens – konzipiert und durchgeführt vom Pfälzischen Verein für soziale Rechtspflege Zweibrücken. Foto: ars publicandi

Landesweite Anerkennung für den „Pirmasenser Weg“

Das Projekt setzte sich gegen rund 50 Bewerbungen aus ganz Rheinland-Pfalz durch. Die Fachjury, bestehend aus Vertretern aus Medien, Wissenschaft, Kommunen, Unternehmen, Sozialverbänden und Religionsgemeinschaften, zeigte sich besonders beeindruckt vom praxisnahen Ansatz des sogenannten „Pirmasenser Wegs.

„Das Projekt zeigt in vorbildlicher Weise, wie Asylsuchende praktisch ab ihrem ersten Tag begleitet werden, um sich schnell zurechtzufinden und einleben zu können“, erklärte Integrationsministerin Katharina Binz bei der Preisverleihung. Sie betonte die Bedeutung des Engagements für Mitmenschlichkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Engagement für Integration und Zusammenhalt

Auch Oberbürgermeister Markus Zwick zeigte sich stolz auf die Auszeichnung:
„Der Preis unterstreicht die hohe Wertschätzung für unseren eigenen ‚Pirmasenser Weg‘. Die Auszeichnung gebührt besonders dem Pfälzischen Verein für soziale Rechtspflege Zweibrücken, der mit uns gemeinsam ein einzigartiges Konzept entwickelt hat. Wir sehen das Projekt als wichtige Investition in die Zukunft – sowohl zur Fachkräftesicherung als auch für den sozialen Frieden in unserer Stadtgemeinschaft.“

Integrationspreis Rheinland-Pfalz 2025 in der Kategorie „Gut ankommen – besser starten“ für Pirmasens. Foto: Jana Kay

Hintergrund: Preis und Bedeutung

Der Integrationspreis Rheinland-Pfalz wird künftig alle fünf Jahre vergeben und ist mit 5.000 Euro dotiert. Mit der Auszeichnung würdigt das Land Projekte, die Menschen mit Migrationsgeschichte beim Ankommen unterstützen und zur Integration und Vielfalt in Rheinland-Pfalz beitragen.

Pirmasens setzt mit seinem Ansatz Maßstäbe: Ein Projekt, das zeigt, wie Frühförderung, Sprachkompetenz und persönliche Begleitung den Grundstein für gelungene Integration legen – und wie aus Ankommen echte Teilhabe werden kann.


Titelbild: Verleihung Integrationspreis Rheinland-Pfalz 2025 (v.l.): Mustafa Cimşit (Jury-Mitglied und Laudator), Brigitte Wagner (Lehrkraft Integrationskurs Pirmasens), Katharina Binz (Ministerin für Familie, Frauen, Kultur und Integration des Landes Rheinland-Pfalz), Markus Zwick (Oberbürgermeister Pirmasens). Foto: Jana Kay


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