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Jubiläum und Sanierung: Neue Etappe für das Leibniz-Gymnasium
von Andreas PetryAuch zum 70. Jubiläum der Wiedereröffnung nach dem Zweiten Weltkrieg geht es weiter mit der Sanierung der Fenster des Leibniz-Gymnasiums Pirmasens. Davon zeugen die am größten Gymnasium der Stadt schon seit Ferienbeginn im Eingangsbereich und am kurzen, zum Pausenhof gelegenen Flügel aufgestellten Gerüste und dort stehenden Container mit jeder Menge Glasbruch. Weitere 167.000 Euro Fördermittel fließen aus dem Fördertopf KIPKI der Landesregierung – dem Kommunalen Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation – in die bereits 2021 schrittweise gestartete grundlegende Sanierung der ob des Namens auch als „Keksbunker“ bezeichneten Bildungseinrichtung.

„Im laufenden Betrieb ist das schon eine große Herausforderung“, erklärt Sebastian Libal, der stellvertretende Leiter des Gebäudemanagements bei der Stadt. Bis 2027 sollen die energetischen, elektrischen und brandschutztechnischen Maßnahmen am „Leibniz“ komplett abgeschlossen sein. „Durch diese Sanierungen werden wir über eine Tonne CO₂ einsparen“, erklärt der für das Bauen zuständige Bürgermeister Michael Maas beim Pressegespräch.

Die von Christiansgasse, Dankelsbach- und Luisenstraße umschlossene Liegenschaft wurde nach der völligen Zerstörung im Krieg neu aufgebaut und im April 1955 wiedereröffnet. In einer dreijährigen Bauphase (1969 bis 1971) erhielt das Hauptgebäude der Lehranstalt ein weiteres Stockwerk. Maas: „Ein erster bedeutender Beitrag zur Energieeinsparung und Reduzierung von Treibhausgasemissionen wurde bereits 2016 mit der Dämmung der obersten Geschossdecke durch Steinwolle geleistet.“ Das 6400 Quadratmeter große Gebäude beherbergt im Schnitt 700 Schülerinnen und Schüler, die von rund 60 Lehrkräften unterrichtet werden.

Die dürfen sich nun freuen: Die neue Fensterflotte hat es in sich. 33 zweiflügelige Kunststofffenster inklusive Oberlicht mit Dreifachverglasung lassen draußen, was nicht in den Unterricht gehört – nämlich Lärm und Kälte. Gleichzeitig kommen neue Jalousien rein, die im Sommer für angenehmen Schatten sorgen. Auch drinnen wird’s schicker: Die provisorisch genutzten, weil noch nicht komplett fertiggestellten Chemieräume bekamen im Rahmen der Baumaßnahmen nun den Feinschliff und sind für den Unterricht uneingeschränkt nutzbar.

Und es wird weiter gebaut: Die Treppe am kurzen Flügel zum Hof, bisher eher ein statisches Sorgenkind, wird für 50.000 Euro komplett ersetzt. Sicher ist sicher!
Mit an Bord an der Baustelle Leibniz-Gymnasium sind aktuell fünf Handwerksfirmen. Aus Pirmasens kommen der Maler Popaj und der Raumpflegeservice CR von Christine Rock. Gerüstbau Braunbach & Bernhard (Ramstein-Miesenbach), MF Fassadentechnik (Bautzen), Tischler und Schreinerei Horchler & Sohn (Bebra) vervollständigen die Handwerkszunft.
„Wir wollen 2027 mit den Renovierungsarbeiten fertig sein und die Schule in allen Bereichen umfassend modernisieren“, erklärt Maas. Im letzten Schritt werden die Malerarbeiten durchgeführt. Alle Maßnahmen, so der Bürgermeister, seien darauf abgestimmt, den Schutz und das Wohlbefinden der Schüler- als auch der Lehrerschaft zu steigern.
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