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Katretter künftig auch in Pirmasens im Einsatz
von psst!-RedaktionEhrenamtliche Ersthelfer über Stadt- und Kreisgrenzen hinweg alarmierbar – Rettungskette wird dichter
Im Notfall zählt jede Minute: Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand kann schnelle Hilfe entscheidend sein. Genau hier setzt das Katretter-System an – ein App-gestütztes Netzwerk ehrenamtlicher Ersthelfer, das in der Südwestpfalz bereits seit Juli 2022 mit großem Erfolg läuft. Zum Jahreswechsel wird das Einsatzgebiet deutlich erweitert – auch die Stadt Pirmasens wird künftig angebunden.
Aktuell engagieren sich rund 350 Katretter im Landkreis Südwestpfalz, seit dem Start vor rund zweieinhalb Jahren absolvierten sie bereits knapp 700 Einsätze. Alarmiert werden die Helfer per App, wenn sich ein Notfall mit Bewusstlosigkeit oder Herz-Kreislauf-Stillstand in ihrer Nähe ereignet – innerhalb eines Radius von etwa zwei Kilometern. Sie leisten Erste Hilfe, bis der Rettungsdienst eintrifft.
Einheitliches System für die gesamte Südpfalz
Ab Januar 2026 entfällt die bisherige Begrenzung auf Stadt- oder Landkreisgrenzen: Katretter können künftig auch dann zu einem Notfall gerufen werden, wenn sie sich beispielsweise als Pirmasenser gerade im benachbarten Landkreis Südliche Weinstraße oder in Landau aufhalten – oder umgekehrt. Mit dem Zusammenschluss aller Kreise und kreisfreien Städte im Rettungsdienstbereich Südpfalz (Landkreise Südwestpfalz, Germersheim, Südliche Weinstraße sowie die Städte Landau, Zweibrücken und Pirmasens) entsteht ein flächendeckendes Netz von Laienhelfern, das den Rettungsdienst wirksam ergänzt.
„Je mehr Ersthelfer in der Fläche verfügbar sind, umso besser für jeden Bürger. Denn ein Herz-Kreislauf-Stillstand kann jeden treffen, und dann zählt jede Minute“, betonte Landrätin Dr. Susanne Ganster beim offiziellen Startschuss am 11. Dezember. Auch Pirmasens‘ Oberbürgermeister Markus Zwick unterstützt den Beitritt der Stadt zum System.
Noch größere Reichweite ab Januar
Neben dem Südpfalz-Verbund schließen sich zum Jahresbeginn auch Städte und Landkreise aus der Rhein-Neckar-Region an. So können Katretter künftig auch in Ludwigshafen, Mannheim, Heidelberg, Neustadt oder Speyer alarmiert werden, wenn sie sich dort aufhalten – und umgekehrt. Das Einsatzgebiet wird damit länder- und kreisübergreifend.
Die Teilnahme bleibt freiwillig: Pro Alarm werden meist mehrere Katretter gleichzeitig informiert – jeder entscheidet individuell, ob er den Einsatz wahrnimmt. Für das Ehrenamt sind lediglich ein Erste-Hilfe-Kurs und ein Smartphone erforderlich. Die App ortet nur im Notfall. Schutzmaterialien wie Westen, Beatmungstücher oder Handschuhe werden gestellt; eine spezielle Ausrüstung ist nicht notwendig.
Pirmasenserinnen und Pirmasenser zum Mitmachen aufgerufen
Mit dem Beitritt der Stadt Pirmasens zum Katretter-System ab Januar sind nun auch Einheimische aufgerufen, Teil der Ehrenamts-Initiative zu werden. Interessierte müssen mindestens 18 Jahre alt sein und können sich per E-Mail anmelden. Regelmäßige kostenfreie Erste-Hilfe-Kurse werden vom Landkreis Südwestpfalz angeboten – auch in Kooperation mit Partnern vor Ort.
Anmeldung per E-Mail an:
👉 katretter@lksuedwestpfalz.de (bitte mit Name, Geburtsdatum und Mailadresse)
Titelbild (von links nach rechts): Dr. Marold Wosnitza (OB von Zweibrücken), Dietmar Seefeldt (Landrat Kreis Südliche Weinstraße), Markus Zwick (OB von Pirmasens), Dr. Susanne Ganster (Landrätin Kreis Südwestpfalz), Dr. Dominik Geißler (OB von Landau) sowie Martin Brandl (Landrat Kreis Germersheim). Foto: Kreisverwaltung
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