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Kinopremiere mit Herz: „Scamacca“ unterstützt Tierheim mit Rekordspende
von Andreas Petry • Titelfoto: Andreas Petry„Sterben fürs Tierheim“ statt „Sterben für die Erben“, wie einmal der (schlechte) in Pirmasens gedrehte Tatort-Krimi hieß. Gestorben fürs Tierheim sind in dem Thriller „Scamacca“ von und mit Giovanni Balisteri am Freitag bei der Premiere im Walhalla zahlreiche Pirmasenser. Und es hat sich gelohnt. Rund 4000 Euro – vorerst – spielten die Hobbyakteure am Ende im großen, mit 247 Tickets ausverkauften Kinosaal in die Kasse für den guten tierischen Zweck.

Bereits am kommenden Mittwoch, 4. März, 20 Uhr, steigt der nächste Termin für den Rachefeldzug von Mafia-Anführer Vincenzo Morosini, gespielt von Balisteri, dem Pirmasenser mit sizilianischen Wurzeln. „Heute Morgen war ich schon nervös“, sagte der Star des Abends, Balisteri, noch vor dem Film. Mit zwei Gläschen Sekt, die es für die Premierengäste gab, war er kurz vor Filmstart im Gespräch mit psst! schon viel entspannter. Das konnte der Hobby-Filmemacher, dessen Erstlingswerk „The Destroyer“ vor zwei Jahren auch im Walhalla lief, sein.

Immer wieder brandete im Kinosaal während des Films Applaus auf, weil einige der Darsteller ihre kleine Fangemeinde mitgebracht hatten oder aber der Leinwandmime hinlänglich im Stadtleben bekannt ist. Wie beispielsweise OB Markus Zwick, der nicht nur die Leistungen aller Beteiligten, inklusive der zahlreichen Sponsoren mit Sefrin & Partner an vorderster Front, lobte, sondern auch süffisant anmerkte: „Ich bin der Einzige, den Morosini am Leben gelassen hat.“ In der Tat pflastern Leichen seinen Weg, wie bei einem nostalgischen Italo-Western mit Klaus Kinski. Und damals wie heute war Rache das Motiv der nur mit Maske mordenden sizilianischen Mafia.

Mehr soll an dieser Stelle über den gut gemachten, spannenden Film mit großartigen Szenen im Dynamikum nicht verraten werden. In satten 108 Minuten Überlänge kommen alle Mafia-Fans und Kung-Fu-Anhänger auf ihre Kosten. Vor allem Balisteri selbst erweist sich im Kampf Mann gegen Mann, wenn er nicht gerade die schallgedämpfte Pistole oder das schleichend wirkende tödliche Gift einsetzt, als Meister seines Faches.
Nach der Premiere zeigten sich die Hauptdarsteller, inklusive des immer solche Projekte unterstützenden Kinoinhabers Andreas Groß, dem lange applaudierenden Publikum vor der Riesenleinwand.

„Danke an alle, die mitgemacht, unterstützt und geholfen haben“, begann der weiterhin auf freiem Fuß befindliche Gangsterchef seine Worte in Richtung des Pirmasenser Publikums in bester Oscar-Verleihungs-Manier. Und seine Fans erfreute er zum Abschluss mit folgendem Zitat: „Mir wurde die Frage gestellt: Giovanni, machst du weiter? Ich habe echt überlegt, soll ich weitermachen, denn es ist sehr schwierig und hat viel Zeit gekostet. Aber nach diesem Applaus dachte ich, ich muss weitermachen. Und ich verspreche euch, das nächste Projekt wird noch besser.“ Wir sind gespannt.
Nächste Termine: Der 4. März, 20 Uhr und der 11. März, 20 Uhr. Tickets gibt’s beim Walhalla-Kinocenter, online oder per Telefon unter 06331 725615.
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