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kunst am Bua

Kunst für neue Sporthalle gesucht: Kunst-am-Bau-Wettbewerb startet

von Julia Schepp

Für den Neubau der Zweifeld-Sporthalle in der Turnstraße schreibt die Stadt Pirmasens einen Kunst-am-Bau-Wettbewerb aus. Gesucht wird eine Skulptur für den Vorplatz der Anlage, die den Ort prägt und zugleich gestalterische Akzente setzt. Der Wettbewerb ist mit insgesamt 61 200 Euro dotiert.

Kunstobjekt mit gesellschaftlicher Botschaft

Die geplante Skulptur soll nicht nur optisch überzeugen, sondern auch inhaltlich an das Nutzungskonzept der Sporthalle anknüpfen. Themen wie Inklusion, Integration und Kommunikation spielen dabei eine zentrale Rolle. Gleichzeitig soll das Kunstwerk die Vielfalt der künftigen Nutzer widerspiegeln und sich mit der Architektur des Gebäudes auseinandersetzen.

Geplant ist eine Platzierung im Außenbereich direkt vor dem Eingang. Dabei kann sich das Objekt entweder harmonisch in die Gestaltung mit Holz und Beton einfügen oder bewusst einen gestalterischen Kontrast setzen. Auch der Einsatz von Licht ist möglich. Wichtig sind zudem eine robuste Bauweise sowie witterungsbeständige Materialien.

Vereint nebeneinander in der Turnstraße: die 1966 eingeweihte TVP-Halle und daneben die moderne neue Halle, die, wenn alles nach Plan läuft, im September 2026 eröffnet werden soll. Foto: Andreas Petry

Mehrstufiges Auswahlverfahren

Teilnahmeberechtigt sind professionell freischaffende Künstler und Kunsthandwerker. Bewerbungen können bis zum 24. April 2026 eingereicht werden. In einem ersten Schritt wählt ein Gremium sechs Teilnehmer aus, die anschließend konkrete Entwürfe erarbeiten. Mitte Juli entscheidet eine Jury über den Siegerentwurf. Für die Umsetzung des Kunstwerks sind danach rund fünf Monate vorgesehen.

Teil eines großen Bauprojekts

Die neue Sporthalle zählt zu den größten Bauvorhaben der Stadt. Rund 12,1 Millionen Euro fließen in den Neubau, der moderne Bedingungen für Schul-, Vereins- und Breitensport schaffen soll. Neben der funktionalen Ausstattung setzt das Projekt auch architektonische Maßstäbe mit einer klaren Gestaltung in Holz und Sichtbeton sowie einem zukunftsorientierten Energiekonzept. Die Planung stammt vom Architekturbüro Walter Huber, die Inbetriebnahme ist für den Spätsommer 2026 vorgesehen.

Architekt Huber erklärt ibei einem Rundgang auf der Buastelle im Juli letzen Jahres den von ihm geplanten Aufbau des Gebäudes. Foto: Schepp

Kunst am Bau mit Tradition

Die künstlerische Gestaltung öffentlicher Gebäude hat in Deutschland eine lange Tradition. In Rheinland-Pfalz ist vorgesehen, bei geförderten Bauprojekten einen Teil der Baukosten für Kunst am Bau zu verwenden. Ziel ist es, Architektur und Kunst in einen Dialog zu bringen und so die Qualität öffentlicher Räume nachhaltig zu stärken.

Während der Sommerferien 2025 hat die Landgraf-Ludwig-Realschule in Pirmasens eine künstlerische Aufwertung erhalten. Dort ist im Rahmen von dem Projekt Kunst am Bau die Installation „Nest – Ordinatio V“ der Mainzer Künstlerin Katja Theinkom entstanden. Foto: Schepp

Weitere Informationen

Detaillierte Ausschreibungsunterlagen und Teilnahmebedingungen stehen online zur Verfügung unter:
👉 www.pirmasens.de/kunstambau


Titelbild: Auf dem Vorplatz zur neuen Zweifeldhalle in der Turnstraße soll ein Kunstwerk entstehen, das die Blicke auf sich zieht und zur Identität der Sportstätte beiträgt.  Projektskizze: Stadt Pirmasens / Walter Huber Architekten