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Lotta Maurer gewinnt Stadtentscheid beim Vorlesewettbewerb
von Julia Schepp • Titelfoto: Julia ScheppGroßer Auftritt für junge Leseratten: Beim Stadtentscheid des bundesweiten Vorlesewettbewerbs hat sich Lotta Maurer durchgesetzt. Die Sechstklässlerin des Leibniz Gymnasiums überzeugte die Jury und wird Pirmasens nun bei der nächsten Runde auf Bezirksebene vertreten.
Der Vorlesewettbewerb wird in diesem Jahr bereits zum 67. Mal vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels veranstaltet. In Pirmasens fand der Stadtentscheid zum 36. Mal statt. Bundesweit nehmen jährlich rund 600.000 Schüler der sechsten Klassen teil. Damit gilt der Wettbewerb als älteste und größte Leseförderaktion Deutschlands.

Fünf Pirmasenser Schulen am Start
Am Stadtentscheid beteiligten sich fünf Schüler aus weiterführenden Schulen der Stadt. Neben der Siegerin Lotta Maurer vom Leibniz Gymnasium waren Leonard Caprano vom Hugo Ball Gymnasium, Paula Helfrich vom Immanuel Kant Gymnasium, Maya Hunsicker von der Landgraf Ludwig Realschule plus Husterhöhe sowie Joannah Lang von der Käthe Dassler Realschule plus Kirchberg vertreten.
Alle Teilnehmer hatten sich zuvor an ihren Schulen durchgesetzt und durften nun auf Stadtebene ihr Können unter Beweis stellen. Die Veranstaltung bot dabei nicht nur einen Leistungsvergleich, sondern auch eine Bühne für Lesefreude und sprachliche Ausdrucksstärke.

Lieblingsbücher zeigen Vielfalt
Im ersten Durchgang lasen die Kinder jeweils einen vorbereiteten Abschnitt aus einem selbst gewählten Buch. Die Auswahl zeigte eine große Bandbreite an Genres und Themen. Siegerin Lotta Maurer entschied sich für „Die goldene Schreibmaschine“ von Carsten Henn. Leonard Caprano trug aus „Die Jagd nach dem geheimnisvollen Rollsiegel“ von Karim Pieritz vor. Paula Helfrich wählte „Die Duftapotheke“ von Anna Ruhe. Maya Hunsicker las aus „White Fox“ von Chen Jiatong, Joannah Lang aus „Geisterjäger“ von Cornelia Funke.
Dabei kam es nicht nur auf flüssiges Lesen an, sondern auch auf Betonung, Textverständnis und die Fähigkeit, die Zuhörer mitzunehmen.
Schwieriger Fremdtext fordert alle heraus
Besonders anspruchsvoll wurde es im zweiten Teil des Wettbewerbs. Hier mussten alle Teilnehmer einen ihnen unbekannten Text lesen. Die Passage stammte aus dem Buch „Ada und die künstliche Blödheit“ von Franziska Gehm. Ausgewählt wurde der Fremdtext von Ulrike Weil, der Leiterin der Stadtbücherei, die zugleich Mitglied der Jury war.
Der Text stellte hohe Anforderungen an Konzentration und Aussprache. Mehrere englische Begriffe sowie schwierige Wörter wie „Androide“ und „augmentieren“ machten deutlich, dass hier genaues Lesen gefragt war.

Eine Siegerin vier zweite Plätze
Bewertet wurden die Vorträge von einer breit aufgestellten Jury. Ihr gehörten Ulrike Weil und Frau Lorenz von der Stadtbücherei an, Frau Kapitulski von der Buchhandlung Thalia, Oberbürgermeister Markus Zwick, Frau Theisinger und Kerstin Garcia von der Stadtjugendpflege sowie Frau Daub von der Rheinpfalz. Die Jury achtete unter anderem auf Lesetechnik, Textgestaltung und Gesamteindruck.
Am Ende setzte sich Lotta Maurer als punktbeste Teilnehmerin durch. Die vier weiteren Schüler belegten jeweils einen zweiten Platz. Eine Rangfolge unter ihnen wurde bewusst nicht vorgenommen.
Alle fünf Teilnehmer wurden für ihre Leistungen ausgezeichnet. Neben einer Urkunde erhielten sie jeweils einen Büchergutschein, eine Eintrittskarte fürs Plub sowie ein Buch. Die Preise wurden damit nicht nur der Siegerin, sondern allen Beteiligten überreicht.

Nächste Etappen auf dem Weg nach Berlin
Der Vorlesewettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Ziel ist es, Kinder für Bücher zu begeistern, Leselust zu wecken und die Lesekompetenz nachhaltig zu stärken.
Mit ihrem Sieg qualifiziert sich Lotta Maurer für den Bezirksentscheid, der zwischen Mitte März und Mitte April ausgetragen wird. Die Sieger der Bezirksentscheide treten im Mai beim Landesentscheid an. Das Bundesfinale findet im Juni 2026 in Berlin statt und wird live im rbb, im KiKA sowie in der ARD Mediathek übertragen. Bereits vor einigen Jahren hatte es schon einmal ein Schüler aus Pirmasens bis zum Bundesfinale nach Berlin geschafft – vielleicht gelingt Lotta Maurer nun ebenfalls der Weg bis ganz nach oben.
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