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mama mia 2.0

Mama Mia 2.0: Stärkung für Mütter in belastenden Lebenslagen

von Julia Schepp

Mit dem Projekt Mama Mia 2.0 bietet der Pakt für Pirmasens ein wertvolles Unterstützungsangebot für junge Schwangere und Mütter, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden. Ziel ist es, Frauen frühzeitig in ihrer Rolle als Mutter zu stärken und ihnen konkrete Hilfestellungen für den Alltag und die Erziehung an die Hand zu geben.

Orientierung in herausfordernden Lebenslagen

Das Projekt richtet sich an Frauen mit unterschiedlichen Lebensrealitäten, die von prekären Lebenslagen geprägt sein können – etwa durch instabile soziale Strukturen, Erfahrungen mit Gewalt, fehlende Netzwerke oder einen Migrationshintergrund. Durch einen niederschwelligen Zugang soll es gelingen, frühzeitig Vertrauen aufzubauen und individuell abgestimmte Unterstützung anzubieten.

Die wöchentlichen Treffen finden dienstags im HorebTreff in Pirmasens statt. Dabei erhalten die Teilnehmerinnen nicht nur pädagogische Impulse, sondern erleben auch Gemeinschaft in einem geschützten Rahmen. Zwei erfahrene Kindheitspädagoginnen begleiten die Gruppe, die aktuell aus rund zehn bis fünfzehn Frauen besteht. Auch Partner oder Familienangehörige können an den Treffen teilnehmen.

Alltagsthemen praxisnah aufgegriffen

Die Inhalte des Projekts sind alltagsnah und an den konkreten Bedürfnissen der Teilnehmerinnen ausgerichtet. Themen wie Haushaltsführung, gesunde Ernährung in Schwangerschaft und Stillzeit, Pflege und Beruhigung des Babys oder auch Erste Hilfe am Kind stehen auf dem Programm. Daneben geht es um Fragen der Familienplanung, den feinfühligen Umgang mit kindlichen Bedürfnissen und die Vermittlung weiterführender Hilfsangebote.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Förderung der Beziehungs- und Bindungsfähigkeit, der Stärkung der Alltagskompetenz und der Vermeidung von sozialer Isolation durch positive Gruppenerfahrungen. Auf Wunsch werden zusätzliche Aktivitäten wie gemeinsames Babyschwimmen angeboten.

Wiederbelebung von Mama Mia 1.0 geplant

Ergänzend zum derzeit laufenden Projekt Mama Mia 2.0 ist geplant, das ursprüngliche Format Mama Mia 1.0 wieder aufleben zu lassen. Dieses war von Beginn an gezielt auf sehr junge Schwangere und Teenie-Mütter ausgerichtet.

Da sich die Zusammensetzung der Teilnehmenden in Mama Mia 2.0 inzwischen verändert hat – viele sind älter oder bereits mehrfach Mütter – soll Mama Mia 1.0 künftig wieder genau jene Gruppe ansprechen, für die das Projekt ursprünglich konzipiert war. Die Familienbildungsstätte will damit eine Lücke schließen und jungen Schwangeren erneut ein speziell auf sie zugeschnittenes Angebot machen.


Titelbild: Pakt für Pirmasens


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