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Pirmasens investiert 21 Millionen Euro in Sanierung maroder Straßen
von psst!-RedaktionStadt legt neues Ausbauprogramm für 2026 bis 2030 vor – 48 Projekte geplant
Die Stadt Pirmasens plant in den kommenden fünf Jahren eine umfangreiche Investitionsoffensive zur Sanierung ihrer Straßeninfrastruktur. Zwischen 2026 und 2030 sollen insgesamt 21 Millionen Euro in 48 Straßenbauprojekte fließen. Ziel ist es, den Sanierungsstau weiter abzubauen und die Verkehrssicherheit im gesamten Stadtgebiet sowie in den Ortsbezirken zu verbessern.
Die einzelnen Maßnahmen bewegen sich dabei in einem breiten Kostenrahmen: Während kleinere Vorhaben mit rund 11 000 Euro angesetzt sind, erreichen große Projekte ein Investitionsvolumen von bis zu 2,3 Millionen Euro. Die Finanzierung erfolgt über das in Pirmasens etablierte System der sogenannten wiederkehrenden Beiträge für Verkehrsanlagen – eine solidarisch organisierte Umlage zwischen Anliegern und Stadt.
Langfristige Strategie gegen den Sanierungsstau
Bereits im Jahr 2001 hatte die Stadt ein zukunftsweisendes Unterhaltungsmanagement für Straßen entwickelt. Damals wurden alle 513 Straßen in Pirmasens und den sieben Ortsbezirken systematisch erfasst, technisch bewertet und in eine Prioritätenliste überführt. Diese dient seither als Grundlage für die Festlegung konkreter Ausbauprogramme.
Bis heute wurden auf dieser Basis 157 Maßnahmen realisiert – sowohl im Bereich Straßenausbau als auch bei der öffentlichen Beleuchtung. Das bislang investierte Gesamtvolumen beträgt rund 70 Millionen Euro. Neben den wiederkehrenden Beiträgen der Anwohner flossen auch städtische Mittel sowie Fördergelder von Bund und Land, insbesondere bei Hauptverkehrsstraßen.
Modell mit bundesweiter Strahlkraft
Das Pirmasenser Modell gilt als Vorreiter auf dem Gebiet der nachhaltigen kommunalen Straßenfinanzierung. 2011 wurde es im Rahmen eines Städtewettbewerbs des Bundesverkehrsministeriums in Kooperation mit dem ADAC ausgezeichnet. Inzwischen haben zahlreiche andere Kommunen das System übernommen.
Ein entscheidender Vorteil liegt in der sozialen Ausgewogenheit: Statt hoher Einmalzahlungen werden die Kosten regelmäßig und planbar verteilt. So konnten nicht nur dringend notwendige Sanierungen durchgeführt, sondern auch wirtschaftliche Impulse gesetzt werden – über 120 Aufträge gingen bislang an Betriebe aus der Region.
Blick in die Zukunft
Aktuell befinden sich drei Straßenbauprojekte sowie fünf Maßnahmen zur Erneuerung der Beleuchtung in der Umsetzung. Vier weitere Straßensanierungen sind bereits in Planung. Mit dem neuen Ausbauprogramm für die Jahre 2026 bis 2030 wird nun die nächste Etappe des langfristig angelegten Infrastrukturkonzepts eingeläutet – ein weiterer Schritt hin zu einem nachhaltig gepflegten und leistungsfähigen Straßennetz in Pirmasens.
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