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Pfälzerwald

Pirmasens unterstützt Gründung eines Tourismus Service Centers Pfälzerwald

von Julia Schepp

Einstimmig wurde in der jüngsten Sitzung des Stadtrates die Antragstellung für ein interkommunales Tourismusprojekt auf den Weg gebracht. Ziel ist die Entwicklung eines gemeinsamen Tourismus Service Centers Pfälzerwald in der Rechtsform einer GmbH.

Geplant ist, einen Förderantrag im Rahmen der „Pilotförderung Interkommunale Zusammenarbeit“ des Landes Rheinland Pfalz zu stellen. Die Antragstellung soll über den Landkreis Südwestpfalz erfolgen. Die Kosten für die Vorbereitung des Prozesses sowie ein möglicher, über die Fördersumme hinausgehender Eigenanteil werden vom Pfälzerwald Tourismus e. V. getragen.

Effizientere Strukturen im Tourismus

Hintergrund ist die Tourismusstrategie 2025 des Landes, die eine Neuordnung der touristischen Ebenen vorsieht. Auf lokaler Ebene sollen Doppelstrukturen vermieden und Ressourcen gebündelt werden.

Bislang arbeiten der Landkreis Südwestpfalz, die Städte Pirmasens und Zweibrücken, sieben Verbandsgemeinden sowie weitere Mitglieder im Verein Pfälzerwald Tourismus e. V. zusammen. Die touristischen Aufgaben werden jedoch von den einzelnen Gebietskörperschaften eigenständig wahrgenommen.

In einem gemeinsamen Prozess wurde daher ein neues Organisations und Finanzierungsmodell entwickelt. Das Tourismus Service Center soll als eigenständige GmbH gegründet werden, deren Gesellschafter die beteiligten Kommunen sind. Die Gesellschaft übernimmt künftig definierte Kernaufgaben der Tourismusförderung.

Umsetzung in zwei Stufen

Die Umsetzung ist in zwei Phasen geplant. In einer ersten Stufe sollen Backoffice Aufgaben gebündelt werden, etwa im Bereich Datenpflege, Klassifizierungen oder digitale Plattformen. In einer zweiten Stufe soll zusätzlich das Marketing vollständig über das neue Service Center organisiert werden. Neben Pirmasens wollen sich unter anderem der Landkreis sowie mehrere Verbandsgemeinden beteiligen.

Durch die Bündelung der Aufgaben werden Synergieeffekte erwartet. Doppelstrukturen sollen abgebaut, Kompetenzen gebündelt und die Mitarbeitenden stärker spezialisiert eingesetzt werden. Ziel ist eine effizientere Organisation mit Kosteneinsparungen von mindestens 15 Prozent im Vergleich zur bisherigen Struktur. Gleichzeitig soll die Qualität der touristischen Angebote und Dienstleistungen gesteigert werden.

Wettbewerbsfähigkeit sichern

Ein vergleichbares Modell wurde bereits im Pfälzer Bergland umgesetzt. Mit der Gründung einer eigenen Tourismus GmbH soll auch im Pfälzerwald die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen Regionen in Rheinland Pfalz gestärkt werden, die ihre Strukturen bereits neu organisiert haben.

Die notwendigen Schritte von der Vorarbeit bis zur Einrichtung einer gemeinsamen Geschäftsstelle sollen innerhalb von 15 Monaten nach Bewilligung der Fördermittel, spätestens jedoch bis zum letzten Quartal 2027, erfolgen.


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