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Pirmasens wird wieder zur essbaren Stadt – Gemüse, Kräuter und Blüten für alle
von psst!-RedaktionDie Natur zieht wieder mitten in die Stadt: Auch in diesem Sommer verwandeln sich öffentliche Beete, Pflanzkübel und Grünflächen in Pirmasens in einen begehbaren Gemüsegarten. Im Rahmen des städtischen Projekts „Essbare Stadt“ laden üppig bepflanzte Flächen wieder zum Pflücken, Naschen und Ernten ein – von frischem Salat über mediterranes Gemüse bis hin zu aromatischen Kräutern.
Was 2015 als Experiment mit Spalierobst, Tomaten und Weinreben begann, hat sich längst als fester Bestandteil des Stadtbilds etabliert – und stößt nach wie vor auf große Resonanz bei Bürgerinnen, Bürgern und Gästen.
Gemüse zum Selberernten – kostenlos und regional
In diesem Jahr wachsen in den Pirmasenser Beeten unter anderem Tomaten, Zucchini, Gurken, Sellerie, Grünkohl und verschiedene Salate. Dazu gibt es Peperoni, Schnittlauch, Salbei und sogar Currykraut – ein vielfältiges Angebot mit lokalem Bezug und zum direkten Genießen. Jeder darf ernten – ein Konzept, das auf Vertrauen, Gemeinschaftssinn und Nachhaltigkeit setzt.
„Wir bringen die Natur zurück in die Stadt – nicht nur als Zierde, sondern als aktives Angebot zur gesunden Ernährung“, sagt Bürgermeister Michael Maas. Rund 10.000 Jungpflanzen setzen die Stadtgärtnerinnen und Stadtgärtner in diesen Tagen in die Erde – ein sichtbares Zeichen für die Verbindung von Natur, Gesundheit und städtischem Leben.
Blüten für Insekten, Stauden gegen den Klimastress
Neben dem kulinarischen Aspekt verfolgt die Stadt mit der „Essbaren Stadt“ auch ökologische Ziele: Die Beete sind zugleich wichtige Lebensräume für Insekten, die mit einer bewusst ausgewählten Blütenvielfalt angelockt werden. Begonien, Tagetes, Eisenkraut, Strauchmargeriten, Zauberschnee und Prachtkerze sorgen nicht nur für Farbtupfer im Stadtbild, sondern auch für Nahrung und Rückzugsorte – unterstützt durch integrierte Nisthilfen für Wildbienen und andere Nützlinge.
Angesichts des Klimawandels setzt die Stadtgärtnerei auf robuste und hitzeverträgliche Pflanzen, wie etwa Korallenfuchsie und südamerikanischen Salbei. Besonders rund um den Dr.-Robert-Schelp-Kreisel, den Schlossplatz und den Carolinensaal sind die Flächen so gestaltet, dass sie lang anhaltender Trockenheit standhalten können.
Gemeinsam gärtnern – gemeinsam genießen
„Die essbare Stadt steht für mehr als urbanes Grün. Sie zeigt, wie öffentlicher Raum zum gemeinsamen Erlebnisort wird“, so Bürgermeister Maas. Die Verbindung von Nahrungsmittelanbau, Artenvielfalt und Stadtgestaltung habe Vorbildcharakter. Dass jeder eingeladen ist, selbst zu pflücken und mitzumachen, sei ein Zeichen von gelebter Nachhaltigkeit.
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