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Pirmasenser Denker im Fokus: Hugo-Ball-Almanach erschienen

von psst!-Redaktion

Der Hugo-Ball-Almanach ist zurück – die mittlerweile 16. Folge der literarisch-wissenschaftlichen Reihe ist im Buchhandel erhältlich. In der aktuellen Ausgabe steht erneut das vielfältige Werk des aus Pirmasens stammenden Dada-Begründers Hugo Ball im Zentrum. Daneben widmet sich der Band auch Autorinnen und Künstlern aus Balls Umfeld sowie angrenzenden Strömungen wie dem Expressionismus, Futurismus und Surrealismus. Erschienen ist die neue Folge in der Münchner edition text + kritik. In Pirmasens ist sie unter anderem in der Thalia-Filiale sowie im Museums-Shop des Forum Alte Post erhältlich.

Ball, Dada und die Wirkung bis heute

Der Hugo-Ball-Almanach bietet nicht nur neue Perspektiven auf das Werk seines Namensgebers, sondern beleuchtet auch dessen Wirkungsgeschichte bis in die Gegenwart. In der aktuellen Ausgabe rückt etwa Balls Zeit im Tessin in den Fokus. Dort beobachtete er mit kritischer Distanz die esoterische Bewegung auf dem Monte Verità – dokumentiert durch einen bislang unbekannten Artikel aus dem Jahr 1917, den Eckhard Faul kürzlich entdeckt hat. Eine Analyse von Bernhard Rusch zeigt außerdem, wie Balls späteres politisches Engagement zunehmend von Ernüchterung geprägt war.

Weitere Beiträge befassen sich mit Balls Drama „Der Henker von Brescia“ und dem Roman „Flametti oder vom Dandysmus der Armen“. Letzterer steht auch im Zentrum eines Artikels von Lorenz Schär, der sich mit dem realen Vorbild der Titelfigur befasst. Ergänzt wird die Ausgabe durch Texte über den Maler Max Oppenheimer, der zu den Mitbegründern des Cabaret Voltaire zählte, sowie eine Untersuchung zu den grotesken Erzählwelten des Dadaisten Walter Mehring. Einen Einblick in die aktuelle Arbeit des Zürcher Cabaret Voltaire liefert zudem ein Beitrag von Salome Hohl, der heutigen Direktorin der Institution.

Buchvorstellung mit Lesung im September

Offiziell vorgestellt wird der neue Band am Mittwoch, dem 24. September, im Forum Alte Post. Beginn ist um 19.30 Uhr im Elisabeth-Hoffmann-Saal, der Eintritt ist frei. Gast des Abends ist der Berner Kunsthistoriker Lorenz Schär, der in einem unterhaltsamen Vortrag die historische Figur des Varietédirektors Flamingo vorstellt – jenes Vorbild, das Hugo Ball zu seiner Romanfigur „Flametti“ inspirierte. Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Stadt Pirmasens mit der Hugo-Ball-Gesellschaft.


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