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Jugendverkehrsschule

Polizei Pirmasens macht Kinder früh fit für den Straßenverkehr

von Julia Schepp

Ob auf dem Schulweg, mit dem Fahrrad oder als junger Fahranfänger – sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen, will gelernt sein. Die Polizei Pirmasens zieht gemeinsam mit der Jugendverkehrsschule im Landkreis Südwestpfalz eine positive Bilanz für das Jahr 2025. Hunderte Kinder und Jugendliche wurden gezielt auf unterschiedliche Verkehrssituationen vorbereitet.

Verkehrserziehung beginnt bereits im Kindergarten

Ein besonderer Schwerpunkt lag erneut auf der frühzeitigen Verkehrserziehung. Insgesamt 621 Vorschulkinder aus 54 Kindertagesstätten im Landkreis wurden von den Verkehrssicherheitsberaterinnen Polizeihauptkommissarin Tanja Huber und Polizeioberkommissarin Sinah Behne an das richtige Verhalten im Straßenverkehr herangeführt. Ziel ist es, Unfallrisiken zu minimieren und bereits im jungen Alter ein Bewusstsein für Gefahren zu schaffen.

„Die Kinder lernen dabei das sichere Überqueren der Fahrbahn und die ersten Verhaltensregeln im Straßenverkehr“, betont Landrätin Susanne Dr. Ganster. Neben dem richtigen Verhalten an der Straße ging es unter anderem um Notrufnummern, das sichere Mitfahren im Auto, die Bedeutung des Fahrradhelms sowie um die Signale von Ampeln.

Besuch bei der Polizei als besonderes Erlebnis

Ein Highlight für viele Kinder war der Besuch bei der Polizei in Pirmasens. 45 Vorschulkinder aus den Kindergärten Dellfeld, Lemberg und Bottenbach durften einen Vormittag in der Dienststelle verbringen. Dort erhielten sie Einblicke in den Polizeialltag, lernten die Diensthundestaffel kennen und erkundeten Zellen, Leitstelle und Einsatzfahrzeuge. Auch im Ferienprogramm der Gemeinde Münchweiler besuchten 25 Kinder die Polizei und konnten so spielerisch Berührungsängste abbauen.

Viertklässler der Grundschule Heidelsburg in Waldfischbach-Burgalben mit den Verkehrssicherheitsberaterin Tanja Huber. Foto: JVS

Sicher zu Fuß und mit dem Fahrrad unterwegs

Auch an den Grundschulen setzte die Jugendverkehrsschule ihre Arbeit fort. 500 Kinder aus 42 Klassen an 24 Grundschulen nahmen an der Fußgängerausbildung teil. Dabei lernten sie, wie sie sicher zu Fuß zur Schule kommen und worauf sie im Straßenverkehr besonders achten müssen. Gerade für Kinder ist dies wichtig, da sie Entfernungen und Geschwindigkeiten von Fahrzeugen nur schwer einschätzen können.

Darüber hinaus absolvierten 728 Kinder aus 44 Klassen an 26 Grundschulen die Fahrradausbildung. Am Ende konnten 708 Schüler ihren Fahrradführerschein in Empfang nehmen. Begleitend dazu wurden auch die Eltern einbezogen. „Mehr als 481 Elternteile wurden zudem bei Elternabenden sensibilisiert und zeigten starkes Interesse an den Gesprächsrunden“, berichtet Landrätin Ganster. Die Eltern nutzten die Gelegenheit, um Fragen zu stellen und ihr eigenes Wissen rund um Verkehrssicherheit aufzufrischen.

Auch Jugendliche und junge Fahrer im Fokus

Die Arbeit der Jugendverkehrsschule endet nicht mit der Grundschule. An der Berufsbildenden Schule in Rodalben setzten sich 223 Schüler mit dem Thema Verkehrsunfälle und deren Folgen auseinander. Dabei standen auch Alkohol, Drogen und die Nutzung des Handys am Steuer im Mittelpunkt. Zusätzlich beteiligten sich die Verkehrssicherheitsberaterinnen an den Pirmasenser Verkehrssicherheitstagen, die von rund 450 Schülern besucht wurden.

29 Schüler wurden außerdem zu Schülerlotsen beziehungsweise Schulbuslotsen ausgebildet und übernehmen damit Verantwortung für ihre Mitschüler. Auch im deutsch französischen Kindergarten in Liederschiedt war die Jugendverkehrsschule im Einsatz. Das Angebot stärkt nicht nur die Verkehrssicherheit, sondern auch die Zusammenarbeit zwischen der deutschen Polizei und der französischen Gendarmerie.


Titelbild: Viertklässler der Grundschule Heidelsburg in Waldfischbach-Burgalben mit den Verkehrssicherheitsberaterinnen Tanja Huber (links) und Sinah Behne. Foto: JVS


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