Beitrag
Rodalben Kirche

Rodalbener Kirche erhält 180.000 Euro für Dachsanierung

von Julia Schepp • Titelfoto: Julia Schepp

Die denkmalgeschützte evangelische Kirche in Rodalben, ein zentraler Ort für die rund 1.600 Mitglieder der Gemeinde, erhält eine dringend benötigte Dachsanierung. Möglich wird das Vorhaben durch eine Förderzusage der Daniel-Theysohn-Stiftung in Höhe von 180.000 Euro. Feuchtigkeitsschäden im Gebälk und an der Schieferdeckung haben das Kirchendach so stark beeinträchtigt, dass eine komplette Erneuerung der altdeutschen Schieferdeckung sowie der darunterliegenden Dämmung und Holzschalung erforderlich ist.

Das Dach der Evangelischen Kirche Rodalben vor den Sanierungsarbeiten. Foto: Pfarramt Rodalben

Finanzierungslücke durch Stiftung geschlossen

Die Gesamtkosten der Dachsanierung belaufen sich auf über 500.000 Euro. Damit stößt die Kirchengemeinde trotz vorhandener Rücklagen und zahlreicher Spenden an die Grenzen ihrer finanziellen Möglichkeiten. Durch die Unterstützung der Daniel-Theysohn-Stiftung kann diese Finanzierungslücke nun geschlossen werden. Ohne den Zuschuss wäre das Projekt nur mit größter Mühe oder erheblichen Abstrichen realisierbar gewesen.

Poster haben mehrere von den Gemeindemitgliedern engagiert durchgeführte Spendenaktionen begleitet.
Foto: Pfarramt Rodalben

Bedeutung für die Gemeinde hervorgehoben

Bei der Übergabe des Spendenchecks am Mittwoch, dem 3. Dezember, im Kirchenraum der Rodalbener Kirche hoben Vertreter der Gemeinde und der Stiftung die Bedeutung des Sanierungsprojekts hervor. Pfarrerin Katja Adam sprach von einem „Gebäude des Glaubens und Lebens“, das als Ort der Gemeinschaft für alle Generationen diene. Dessen Erhalt sei alternativlos, betonte sie. Hans G. Pieper, Vorstandsvorsitzender der Daniel-Theysohn-Stiftung, würdigte das enorme Engagement der Gemeinde und ihre große Verbundenheit mit dem Gotteshaus vor Ort. Dekan Ralph Krieger unterstrich ebenfalls die Wichtigkeit, das denkmalgeschützte Kirchengebäude für kommende Generationen zu bewahren.

Komplexe Arbeiten unter Denkmalschutz

Architekt Christoph Arnold, der mit seinem Pirmasenser Büro arnold + partner die Planung verantwortet, erläuterte die bauliche Komplexität der Dachsanierung. Er lobte den Mut der Gemeinde, dieses anspruchsvolle Projekt anzugehen, und hob die gute Zusammenarbeit mit spezialisierten Fachfirmen hervor. Die Sanierungsarbeiten finden unter strengen denkmalschutzrechtlichen Auflagen statt und werden von erfahrenen Unternehmen aus der Region ausgeführt. So wurde ein spezielles Kuppelgerüst von Gerüstbau Benoit (Dellfeld) errichtet. Die Neueindeckung des Schieferdachs übernimmt die Reiner-Dach GmbH (Dörth), während die Zimmerei Zimmermann (Zweibrücken) die notwendigen Zimmerer- und Schalungsarbeiten am Dachstuhl durchführt. Die metallene Dachspitze samt Wetterhahn wird von Metallgestaltung Schmidt (Höheischweiler) restauriert.

Die Fertigstellung des Daches ist für Anfang nächsten Jahres geplant. Foto: Schepp

Ein Teil der Sanierung ist bereits geschafft: Die Dachkrone der Kirche wurde erneuert und das obere Drittel der Kuppel instand gesetzt. Bisher traten keine unerwarteten zusätzlichen Schäden zutage. Die Fertigstellung des gesamten Dachprojekts ist – vorbehaltlich weiterer Witterungseinflüsse – für das erste Quartal 2026 vorgesehen.


Titelbild von links: Hans G. Pieper, Dekan Ralph Krieger, Pfarrerin Katja Adam, Architekt Christoph Arnold und der Daniel-Theysohn-Stiftung Gerhard Andreas.


Du willst mehr News aus Pirmasens? Abonniere jetzt kostenlos den Newsletter und erhalte die neusten Nachrichten aus der Stadt bequem ins Mail-Postfach. Einfach hier klicken: