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Wendel

Sechs Fragen an die Kandidaten der Landtagswahl für den Wahlkreis Pirmasens: Lutz Wendel (AfD)

von psst!-Redaktion

Die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz am 22. März 2026 wirft ihre Schatten voraus. Im Wahlkreis Pirmasens stellen sich mehrere Kandidaten zur Wahl. Wir haben ihnen sechs Fragen zu ihren Zielen, den Herausforderungen der Region und ihren politischen Schwerpunkten gestellt.

1. Stellen Sie sich kurz vor und schildern Sie, weshalb Sie für den Landtag kandidieren.

Mein Name ist Lutz Wendel, ich bin 65 Jahre alt, war langjähriger Zeitsoldat und bin früh auf das Grundgesetz vereidigt worden. In dieser Zeit habe ich meinen Verwaltungslehrabschluss gemacht und mich nach meiner Dienstzeit dem Handwerk zugewandt, im familieneigenen Betrieb zum Installateur umgeschult und mich nach dem Besuch der Meisterschule selbstständig gemacht.

Ich bin geschieden, habe einen Sohn mit einer marokkanischen Mutter und bin seit über acht Jahren bei der AfD. Seit sieben Jahren bin ich Fraktionsvorsitzender im Kreistag Südwestpfalz und seit drei Jahren im Stadtrat Pirmasens-Land, in denen ich jeweils zahlreiche Ausschüsse bearbeite.

Seit drei Jahren bin ich Kreisvorsitzender eines der größten AfD-Kreisverbänden in Rheinland-Pfalz.

Da ich mich schon seit Jahren als Bürger und Unternehmer hier in unserer Südwestpfalz politisch vergessen fühle, möchte ich unserer Heimat im Landtag eine starke Stimme geben. Unsere fleißigen Bürger und Unternehmer müssen hier endlich gehört werden. Das große Vertrauen unserer Mitglieder, mir als Direktkandidat zu schenken, weiß ich zu schätzen. Wer mich kennt, weiß, dass ich dafür mit Herzblut alles geben werde.


2. Welche eine konkrete Maßnahme wollen Sie in der kommenden Legislaturperiode für den Landkreis Pirmasens prioritär umsetzen?

Die medizinische Versorgung im Landkreis Pirmasens dürfte eines der wichtigsten Themen für die Zukunft sein. Die ärztliche Versorgung auf dem Land sowie die marode Infrastruktur, der Zustand der Turnhallen und Schulgebäude, die Schließung von Schwimmbädern sowie die damit verbundene abnehmende Lebensqualität im Kreis stellen ein großes Zukunftsproblem dar, dem entgegengewirkt werden muss.


3. Pirmasens steht, wie viele andere Kommunen, unter hohem finanziellem Druck. Welche Lösungen schlagen Sie vor, um diese langfristig finanziell handlungsfähig zu machen?

Ich bin der Meinung, der „Fisch stinkt vom Kopf her“. Steuergelder müssen priorisiert und zielgerichtet zum Wohle unseres Landes eingesetzt werden. Zuerst unser Land, unsere Bürger, und unsere Betriebe – nicht die Finanzierung der ganzen Welt.


4. Wo sehen Sie aktuell den dringendsten Handlungsbedarf an den Schulen?

Für die Gebäude und Schulen nur das Beste. Auch hier spielt der finanzielle Bedarf eine große Rolle. Dass Schultoilettensanierungen 30 Jahre dauern, ist eine Bankrotterklärung. Die Schließung von Schulschwimmbädern ist für mich nicht zu ertragen. Sanierung und Unterhaltung der Gebäude dürfen nicht an finanziellen Schwierigkeiten unserer Bildung scheitern. Die Kinder sind unsere Zukunft. Das hat für mich oberste Priorität und gehört zu den Grundaufgaben unseres Staates. Wer vorhandenes Steuergeld zweckentfremdet und nicht die Grundaufgaben für das eigene Volk erfüllen kann, hat als politischer Entscheidungsträger kläglich versagt.


5. Ist die medizinische Versorgung im Landkreis Pirmasens aus Ihrer Sicht langfristig gesichert – ja oder nein? Wo besteht akuter Handlungsbedarf?

Ganz klar: nein. Um die medizinische Versorgung zu sichern, braucht es in erster Linie Anreize für Ärzte, sich in ländlichen Regionen niederzulassen. Hier müssen die bürokratischen Hürden erleichtert und Hilfen gefördert werden. Hier sind bauliche Anforderungen zu erleichtern und Genehmigungsverfahren zu verkürzen. Die Verarmung von Bürgerhäusern muss gestoppt werden. Diese Gebäude haben meist genug Raum für Arztpraxen und ein Büro für Stadtentwicklung könnte helfen, diese in solchen Gebäuden zu ermöglichen. Eine Zentrale zur gemeinsamen Nutzung, finanzielle Anreize und Subventionen für medizinische Ausstattung sollten geschaffen werden. Außerdem müssen Bürokratie- und Auflagenabbau sowie Genehmigungsverfahren beschleunigt werden. Jeder verlorene Tag ist einer zu viel!


6. Welches Thema im Landkreis Pirmasens hat für Sie persönlich oberste Priorität – und warum?

Schwierig, da ich alle Baustellen aus der Kommunalpolitik kenne. Die bekannte Problematik der maroden Infrastruktur wie Wasser- und Abwassersystem bereitet mir sehr großen Kummer, da wir in naher Zukunft sehr viel Geld brauchen. Die politisch gewollte, negative Preisentwicklung für Strom und Gas bereitet unseren Bürgern große Sorgen und die finanzielle Belastung der älteren Menschen macht mir ebenfalls Kummer. Die müssen einiges mit ihrer schmalen Rente kompensieren.

Die dilettantische Landes- und Bundespolitik wird uns knallhart einholen. Der Migrationsprozess ist außer Kontrolle. Die Sozialhaushalte und ein überfordertes Krankenkassensystem kommen nicht von ungefähr. Die schwindende Sicherheit und ausufernde Kriminalität werden an den Infoständen auch oft angesprochen.

Der Zug fährt Richtung Abgrund und hat seit Jahren kein funktionierendes Bremssystem mehr. Die politischen Weichen müssen umgestellt werden, so schnell wie möglich. Darum hilft uns nur noch eine politische Wende.


Titelfoto: Lutz Wendel


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