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Peter Edrich Pressekonferenz

Showdown mit Lautern geht in die nächste Runde – Interview mit FKP-Trainer Daniel Paulus

von Andreas Petry • Titelfoto: Andreas Petry

Der ambitionierte Fußball-Oberligist FK Pirmasens geht mit 46 Punkten aus 19 Spielen in die entscheidende Phase der Saison 25/26. 14 Siege, nur eine Niederlage, dazu 63 erzielte Treffer, das ist ein klares Titelprofil der „Klub“, die auch gegen den FV Dudenhofen im Halbfinale des Bitburger-Verbandspokals steht. Besonders beeindruckend: die Heimstärke. Zehn Spiele, keine Niederlage, 34 Tore. Wer ins Stadion nach Pirmasens kommt, weiß, dass ihn dort kein Verwaltungsfußball erwartet, sondern Tempo und Tore. Auch auswärts zeigt die Mannschaft Reife und ihre Siegermentalität. Sechs Siege bei neun Gastspielen sprechen dafür. Am Samstag um 14 Uhr im Stadion Oberwerth geht’s zum Tabellenvierten TuS Koblenz.

Wieder in Kaiserslautern, aber diesmal auf  Platz Vier beim Fritz-Walter-Stadion kommt es am Freitag, 13. März, 19 Uhr zum direkten Duell der U21 des FCK und dem FKP. Foto: Petry

Über den Restart der restlichen 14 Spiele und das erneute Duell um die Titelkrone mit der U21 des 1. FC Kaiserslautern unterhielt sich Psst-Pirmasenser Stories mit FKP-Coach Daniel Paulus.

Verlängerung:  Sein Weg an der Seitenlinie ist beim FKP noch nicht zu Ende. Coach Daniel Paulus hat seinen Vertrag verlängert. Foto: Petry

Sie und Co-Trainer Hagen Burkhardt haben ihre Verträge verlängert. War das ein abgestimmtes „wir gehen den Weg gemeinsam weiter?“

Speziell abgestimmt war das nicht. Hagen Burkhardt und ich bilden zusammen ein super Trainer-Team. Das heißt, wir kommen sehr gut miteinander aus und ergänzen uns gut. Dies ist mittlerweile alles eingespielt von daher war es klar, dass wir beide weitermachen, allerdings war es jetzt nicht unter vier Augen so besprochen.

Ist Ihre Vertragsverlängerung mehr als nur ein Arbeitspapier – nämlich ein klares Signal: Wir gehen „all-in“ im Aufstiegsrennen?

Meine Vertragsverlängerung hat nix damit zu tun ob wir „all in“ gehen im Aufstiegsrennen. Selbst wenn ich nicht verlängert hätte, gebe ich immer bis zum Schluss Gas bei meinen Stationen und das hätte ich hier genauso gemacht. Jetzt haben wir ein Projekt angefangen vor eineinhalb Jahren und das möchten wir natürlich fortführen im besten Fall mit den ähnlichen Erfolgen, die wir bisher schon gefeiert haben.

Vergangene Saison Verbandspokalsieg und unglücklicher Dritte in der Oberliga reicht dieses Narrativ noch? Oder ist diesmal alles außer Platz eins oder zwei eine Enttäuschung?

Es ist nicht selbstverständlich, was die Mannschaft hier an Leistung seit eineinhalb Jahren abruft und welchen Punkteschnitt wir an den Tag legen müssen; wahrscheinlich zwischen 2,5 und 2,7, um aufzusteigen. Mit ein bisschen weniger ist man Zweiter. In der Regel ist es so, dass wir mit dem Punkteschnitt ganz vorne dabei sind. Wir denken weiterhin von Spiel zu Spiel und wollen natürlich den Pokalsieg wiederholen. Den DFB-Pokal gegen Hamburg hat jeder genossen und vielleicht können wir noch ein zweites Fest feiern.

Spüren Sie intern: Jetzt gibt es keine Ausreden mehr?

Intern gehen wir genauso vor, wie die Vereinsführung, die Mannschaft und ich als Trainer das die ganze Zeit gemacht haben.  Wir denken von Spiel zu Spiel. Wir haben in den letzten Monaten ein paar personelle Sorgen mit verletzten Spielern gehabt, sprich es haben immer 3 bis 4 Stammspieler gefehlt, der eine oder andere fehlt jetzt immer noch. Also noch mal: es ist keine Selbstverständlichkeit, was wir abliefern oder was die Jungs hier abliefern von daher gibt es da intern überhaupt keinen Druck oder irgendwelche Vorgaben.

Wieder heißt der größte Konkurrent 1. FC Kaiserslautern II. Ist das sportliche Rivalität oder geht es inzwischen auch ums Prestige in der Region?

Wir batteln uns gerne auf sportlicher Ebene mit dem FCK. Die haben eine ähnliche Entwicklung in den letzten eineinhalb Jahren genommen und genauso gepunktet wie wir. Das Kopf-an-Kopf rennen wird es auch in der Rückrunde geben. Wir freuen uns auf den Konkurrenzkampf. Das mit der U23 ist eine gesunde Rivalität und es geht natürlich auch ein bisschen ums Prestige, aber es wäre vermessen uns mit dem FCK irgendwie zu vergleichen, die sind uns um Jahre voraus. 

Deshalb freuen wir uns, dass wir mit unserem Niveau mit der U23 mithalten können.

Wer steht im Titelrennen stärker unter Druck: „die Klub“ oder Lautern?

Wir haben keinen Druck, ich habe keinen Druck. Ob Kaiserslautern Druck hat, weiß ich nicht. Da müsste man schon Alexander Bugera fragen. Aber eigentlich ist mir das auch egal.

Oder ganz direkt gefragt: Wäre es Ihnen lieber gewesen, Lautern wäre letzte Saison aufgestiegen, damit dieser direkte Showdown in dieser Spielzeit ausbleibt? Oder reizt Sie genau diese Konstellation?

Die Konstellation ist schon reizvoll.  Man ist jede Woche zum Siegen verdammt, Das ist schon relativ krass auch, was den Kopf anbelangt. Wie schon gesagt mit so einem Punkteschnitt nicht deutlich Erster zu sein, gleich welche Mannschaft das betrifft, ist schon Wahnsinn. Ich kenne das so eigentlich auch nicht aus der Vergangenheit. Wir nehmen das gerne an und schauen, dass wir Schritt halten und wir hoffen natürlich, dass wir am Schluss diesmal das Näschen vorne haben.

Vor der Pokal-Kür kommt die Pflicht – in den letzten 14 Spielen der Rückrunde der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Foto: Petry

Das Nachholspiel bei der TuS Koblenz findet zwei Wochen vor dem eigentlichen Restart zu Hause gegen RW Koblenz am 7. Märzstatt. Danach folgen die verbleibenden 14 Saisonspiele. Kommt Ihnen diese Terminierung gelegen oder hätten Sie sich einen anderen Zeitpunkt gewünscht und sind die beiden Spiele bereits eine Vorentscheidung im Titelrennen?

Die anstehende Rückrunde ist noch lang genug. Es wird mit Sicherheit am Anfang keine Vorentscheidung fallen. 

Gibt es in dieser Saison überhaupt noch ein „Wir entwickeln uns“ – oder zählt nur noch „Wir steigen auf“?

Es gilt, wie schon gesagt ,von Woche zu Woche zu denken und seine Aufgaben seriös mit einer gewissen Demut anzugehen. Aber immer das Selbstbewusstsein erarbeiten und dann kann man irgendwann mal schauen, wie die Lage ist. Eine Entwicklung ist immer möglich, auch wenn man aufsteigt.

Hand aufs Herz: Wird der FKP Meister – ja oder nein?

Da werde ich keine Antwort darauf geben. Wir wollen Schritt für Schritt gehen, auf dem Boden bleiben und nicht durchdrehen.

Volles Haus im Framas-Stadion beim DFB-Pokal gegen den HSV.  Der Einzug in die 1. DFB-Pokalrunde ist derzeit noch zwei Siege im Bitburger-Verbandspokal entfernt. Foto: Petry


Titelbild: Rivalen um die Oberliga-Meisterschaft. Rechts Daniel Paulus, links Alexander Bugera (U21 FCK)


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