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Spiel und Spaß auf dem Exe Titelbild

Spiel, Kreativität und Begegnung auf dem Exe

von Julia Schepp

Erfolgreiche Aktionstage bringen Ferienlaune auf den Exerzierplatz – Fortsetzung folgt

Mitten in den Sommerferien haben sich der Pirmasenser Exerzierplatz und sein Umfeld in eine farbenfrohe Erlebnisfläche verwandelt. Am 17. und 25. Juli lockten die Aktionstage unter dem Motto „Spiel und Spaß auf dem Exe“ zahlreiche Kinder, Jugendliche und Familien ins Herz der Stadt – mit kostenlosen Kreativaktionen, Spiel- und Bewegungsangeboten und ganz viel Platz zum Mitmachen.

Das Besondere: Die Veranstaltung ist kein kommerzielles Stadtfest, sondern eine gemeinsame Initiative mehrerer lokaler Organisationen, gefördert über verschiedene Programme. Beteiligt waren u. a. das Aktionsbündnis „Demokratie leben“, der Pakt für Pirmasens, die Jugendkulturwerkstatt (Jukuwe), das Jugendhaus One sowie die Kirchbergwerkstatt.

Ferienfreude für alle – mitten in der Stadt

„Gerade Kinder, die nicht in Urlaub fahren können, brauchen in den Ferien abwechslungsreiche Angebote“, sagt Vanessa Weisbrod von „Demokratie Leben“. Die Aktionstage bieten dafür einen idealen Rahmen – ohne Anmeldung, kostenfrei und direkt erreichbar. Geboten wurde an beiden Terminen eine breite Palette an Mitmachmöglichkeiten: vom Basteln über Bewegung bis hin zur kreativen Gestaltung.

An beiden Tagen der Aktion wurden fleißig Vogelhäuser bemalt. Foto: Schepp

Am ersten Termin konnten Kinder u. a. Perlenanhänger basteln, Vogelhäuser bemalen, Selfies in bunt dekorierten Kulissen machen und sich an verschiedenen Spielen ausprobieren. Eine Woche später standen Steine bemalen, temporäre Tattoos, Sportangebote und wiederholt das Bemalen von Vogelhäusern im Mittelpunkt. Auch klassische Bastelstationen und Ausmalbilder waren wieder dabei – vor allem bei den Jüngeren beliebt.

Die Jugendkulturwerkstatt bat am 25. Juli Steinebemalen an. Foto: Schepp

„Wir achten bewusst darauf, dass für jedes Alter und jeden Geschmack etwas dabei ist“, erklärt Weisbrod. Das Konzept funktioniert: Die Angebote werden gut angenommen – und zwar nicht nur von Kindern, sondern auch von Eltern und Großeltern, die sich am ersten Termin am Rand in die bereitgestellten Liegestühle setzen, beobachten oder mitmachen. Aufgrund der unsicheren Wetterlage wurden diese am zweiten Termin nicht aufgestellt.

Liegstühle standen am ersten Aktionstag bereit. Foto: Nina Steigerwald-Liberis

Zusammenarbeit und Förderung

„Uns ist wichtig, dass die Kinder etwas mitnehmen können – nicht nur materiell, sondern auch an Erfahrung“, sagt Martina Fuhrmann vom Pakt für Pirmasens. Auch organisatorisch sei vieles gewachsen: Das Material wird gemeinsam gelagert, bei jedem Termin neu aufgebaut und wieder abtransportiert. Die logistische Leistung dahinter bleibt oft unsichtbar – ebenso wie die Vorbereitungen, Absprachen und Förderanträge, die im Hintergrund laufen.

Dass die Aktionstage in dieser Form möglich sind, verdankt sich der Zusammenarbeit vieler Träger. Die Finanzierung kommt dabei aus unterschiedlichen Fördertöpfen.

Bei Martina Fuhrmann, Zahire Sevilir, Elke Käfer und Anna Wölfling vom Pakt von Pirmasens (links nach rechts) konnten sich Kinder und Erwachsene temporären Tattoos auftragen lassen. Foto: Schepp

Öffentlichkeitsarbeit und Sichtbarkeit

Noch ausbaubar scheint das Thema Bekanntmachung zu sein. Trotz Ankündigungen in Zeitung, Internet und sozialen Medien gebe es oft Rückmeldungen wie „Davon habe ich gar nichts mitbekommen“. „Wir merken immer wieder, dass Informationen nicht überall ankommen – gerade wenn man keine Kinder in der Schule hat oder Ferien sind“, sagt Weisbrod. Künftig sollen deshalb wahrscheinlich mehr Plakate und sichtbare Aushänge im Stadtbild eingesetzt werden.

Das Angebot des Volgenhäuser-Bemalens kam so gut an, dass es wahrscheinlich an kommenden Aktionstagen wiederholt werden wird. Foto: Schepp

Weitere Termine in Planung

Die Aktionstage sind Teil eines langfristig angelegten Konzepts zur Belebung des Exerzierplatzes. Bereits 2024 gab es Veranstaltungen dieser Art. Für das laufende Jahr sind ebenfalls noch weitere Termine geplant, u.a. auch in den Herbstferien.

Das Ziel bleibt dabei stets dasselbe: Begegnung schaffen, Kinder und Familien in der Innenstadt willkommen heißen, kreative Teilhabe ermöglichen – und das mitten im öffentlichen Raum. Denn der Exe, das zeigen diese Ferientage deutlich, hat das Potenzial zum echten Stadtplatz für alle Generationen.


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