Beitrag
Sanierung

Stadtrat beschließt Investitionen in Stadtarchiv und Kanalnetz

von Julia Schepp

Der Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung zwei bedeutende Infrastrukturmaßnahmen einstimmig beschlossen. Sowohl die künftige Unterbringung des Stadtarchivs als auch die Fortsetzung der Kanalsanierung in mehreren Straßen wurden ohne Gegenstimme auf den Weg gebracht.

Messehalle 5B wird zum zentralen Stadtarchiv

Das Stadtarchiv soll künftig in der Messehalle 5B eine zentrale Heimat finden. Für den Umbau übernimmt die Stadt einen Eigenanteil von 473.604 Euro. Hinzu kommt eine Landeszuwendung aus dem Investitionsstock in Höhe von 673.000 Euro, die an die Messe Pirmasens GmbH als Eigentümerin der Halle weitergeleitet wird. Insgesamt belaufen sich die Kosten auf 1.146.604 Euro. Die Auszahlung der Mittel erfolgt abhängig vom Baufortschritt.

Hintergrund der Maßnahme ist die derzeitige Situation des Archivs. Die Bestände sind auf 18 Standorte im Stadtgebiet verteilt. Eine sachgerechte Lagerung ist vielerorts nur eingeschränkt möglich. Mit der Zusammenführung in der Messehalle sollen künftig bessere Bedingungen hinsichtlich Raumtemperatur, Luftfeuchtigkeit und Zugänglichkeit geschaffen werden. Ziel ist es, die archivwürdigen Unterlagen der Stadtverwaltung sowie Sammlungen zur Stadtgeschichte dauerhaft zu sichern und professionell unterzubringen.

Kanalsanierung in fünf Straßen

Neben dem Archivprojekt befasste sich der Stadtrat mit der weiteren Umsetzung des Kanalsanierungskonzeptes. Beschlossen wurde Paket 11, das Teilbereiche der Buchsweilerstraße, Friedhofstraße, Lemberger Straße, Luisenstraße und Tuchbleichstraße umfasst.

Die qualifizierte Gesamtkostenschätzung für die Maßnahme liegt bei 900.000 Euro brutto. Die vorhandenen Mischwasserkanäle befinden sich in einem schlechten baulichen Zustand. Sie sollen jedoch überwiegend in grabenloser Bauweise saniert werden. Dieses Verfahren verursacht geringere Kosten als eine offene Bauweise und ermöglicht eine deutlich kürzere Bauzeit. Dadurch werden auch die Belastungen für Anwohner reduziert.

Die Finanzierung erfolgt über den Wirtschaftsplan 2026 des Abwasserbeseitigungsbetriebes. Der Oberbürgermeister beziehungsweise der zuständige Beigeordnete wurde ermächtigt, im Rahmen der festgestellten Kostenschätzung zuzüglich einer Karenz von bis zu 20 Prozent die entsprechenden Aufträge zu vergeben.

Mit den einstimmigen Beschlüssen unterstreicht der Stadtrat seinen Willen, sowohl das historische Erbe der Stadt langfristig zu sichern als auch in die grundlegende Infrastruktur zu investieren.


Du willst mehr News aus Pirmasens? Abonniere jetzt kostenlos den Newsletter und erhalte die neusten Nachrichten aus der Stadt bequem ins Mail-Postfach. Einfach hier klicken: