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Seit 2014 in dieser Form Museums-Kleinod in Pirmasens. Das Forum Alte Post. Foto: Pfalz.Touristik e. V.

Stadtrat: Grünen-Anfrage zur Annahme von Alttextilien beantwortet

von Julia Schepp

Auf eine schriftliche Anfrage der Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 10. September hat die Stadtverwaltung Pirmasens Stellung genommen und ausführlich erklärt, wie die Annahme, Sammlung und Verwertung von Alttextilien in der Stadt organisiert ist. Anlass war die Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes mit der verpflichtenden getrennten Erfassung von Altkleidern. Die Verwaltung nennt zentrale Stellen, Zuständigkeiten, Verwerter und die geschätzten Kosten des Systems.

Wertstoffhof, städtische Container und private Anbieter

Die Verwaltung bestätigt, dass Alttextilien am Wertstoffhof Ohmbach angenommen werden. Ergänzend hat der Wirtschafts- und Servicebetrieb (WSP) die Sammelcontainer übernommen, die bislang von caritativen Trägern wie DRK und Caritas betrieben wurden. Insgesamt betreibt die Stadt nun 33 Sammelcontainer im Stadtgebiet. Daneben bleiben weiterhin gewerbliche Sammler aktiv (als Beispiel nennt die Stadt Däsa), sodass nach Auskunft der Verwaltung ausreichende Kapazitäten zur Erfassung der in Pirmasens anfallenden Alttextilien vorhanden sind.

Reinigung, Leerung, Transport und Verwertung

Die städtischen Containerstandplätze werden vom Wirtschafts- und Servicebetrieb gereinigt. Für die Leerung der Container, die Übernahme der darin befindlichen Ware, Transport und anschließende Verwertung hat die Stadt die FWS GmbH aus Bremen (Boer Group) beauftragt. Die gesammelten Alttextilien werden demnach in Alttextilsortieranlagen in Deutschland und den Niederlanden sortiert und verwertet.

Kosten: Betrieb des Systems wird auf rund 80.000 Euro pro Jahr geschätzt

Die Verwaltung schätzt die jährlichen Kosten für den Betrieb des städtischen Sammelsystems — inklusive Reinigung der Standplätze, Vergütung der Logistik/Verwerter und sonstiger Aufwendungen — auf etwa 80.000 Euro. Diese Kosten seien von den Gebührenzahlern zu tragen, heißt es in der Stellungnahme. Konkrete Angaben zu möglichen Erlösen aus der Verwertung oder zu Einsparpotenzialen macht die Verwaltung in der schriftlichen Antwort nicht.

Fazit der Verwaltung

Mit der Kombination aus Wertstoffhof, städtisch betriebenen Containern und ergänzenden Angeboten durch gewerbliche Sammler erfüllt Pirmasens nach Angaben der Verwaltung die gesetzlichen Vorgaben zur getrennten Erfassung von Alttextilien. Die operative Durchführung hat die Stadt an einen externen Spezialdienstleister delegiert; die städtischen Eigenleistungen beschränken sich auf Reinigung und Organisation der Standplätze.


Titelfoto: Foto: Pfalz.Touristik e. V.


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