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Startschuss für Bezahlkarte für Geflüchtete

von psst!-Redaktion

Ab Januar 2026 kommt im Landkreis Südwestpfalz eine Neuerung bei der Leistungsgewährung für Geflüchtete: Die Bezahlkarte wird eingeführt. Anstelle von Barauszahlungen oder Kontoüberweisungen werden die monatlichen Leistungen künftig direkt auf die neue Karte gebucht. Ziel ist es, die Ausgaben transparenter zu gestalten und sicherzustellen, dass die staatliche Unterstützung tatsächlich den hier lebenden Geflüchteten zugutekommt.

Zweistufige Einführung

Die Umstellung erfolgt schrittweise: Bereits ab dem 1. Januar 2026 erhalten neu zugewiesene Asylbewerber die Bezahlkarte. Diese wird ihnen bereits in der Erstaufnahmeeinrichtung ausgestellt. Die zuständigen Verbandsgemeindeverwaltungen können dann monatlich die entsprechenden Beträge auf die Karte laden, Überweisungen freigeben oder bei Verlust die Karte sperren.

Im zweiten Schritt – voraussichtlich im ersten Quartal 2026 – erhalten auch all jene Asylbewerber, die schon länger im Landkreis wohnen, eine Bezahlkarte. Die Einführung erfolgt dann gleichzeitig in allen sieben Verbandsgemeinden.

Funktionsweise der Karte

Die neue Bezahlkarte funktioniert ähnlich wie eine herkömmliche EC-Karte. Bezahlen im Einzelhandel, Abheben von Bargeld oder Überweisungen innerhalb Deutschlands sind möglich. Allerdings sind Auslandsüberweisungen grundsätzlich gesperrt. Damit soll verhindert werden, dass Leistungen in Drittstaaten abfließen.

Bargeld bleibt begrenzt verfügbar

Trotz Karte bleibt ein begrenzter Bargeldbetrag verfügbar. Im Landkreis Südwestpfalz dürfen monatlich 130 Euro in bar abgehoben werden. Für jede weitere im Haushalt lebende Person erhöht sich der Betrag um 50 Euro.

Derzeit erhalten rund 460 Personen im Landkreis Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Je nach Alter und Situation liegt die Höhe der monatlichen Unterstützung zwischen 309 und 455 Euro – vom Kleinkind bis zum Erwachsenen. Mit der Einführung der Bezahlkarte folgt der Landkreis den landesweiten Empfehlungen und reiht sich in die Gruppe der Kommunen ein, die neue Wege in der Leistungserbringung für Geflüchtete gehen.


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