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the.so.close: Ein Netzwerk, in dem Frauen zusammenkommen
von Marlene TappeSpanischer Flair, warmes Licht und der Duft von Tapas erfüllen die Bodega Estación in Pirmasens. Rund 20 Frauen trafen sich hier am vergangenen Samstag im Rahmen des Frauennetzwerks the.so.close – Frauen, die mehr suchen als Visitenkarten und Smalltalk. Die Atmosphäre erinnert eher an ein Wiedersehen unter Freundinnen als an ein klassisches Netzwerktreffen. Hier sind berufliche Themen genauso willkommen wie persönliche Gespräche. „Ich freue mich sehr, dass so viele Powerfrauen gekommen sind“, sagt Organisatorin Sandra Bayer bei ihrer Eröffnung. Ihr Wunsch ist es, einen Raum zu schaffen, in dem jede Frau gehört wird. Beim Treffen entstehen Gespräche, die Mut machen, inspirieren und verbinden. Ein Abend, der zeigt, wie viel Kraft und Gemeinschaft entstehen, wenn Frauen sich gegenseitig unterstützen.
Ein Ort, der gefehlt hat
Für Sandra hat dieses Projekt eine besondere Bedeutung. Sie ist Mutter von zwei Kindern und arbeitete viele Jahre als Store-Managerin im Einzelhandel. Dort erlebte sie, wie stark Frauen werden können, wenn sie sich gegenseitig unterstützen. Dieser Gedanke bestärkt sie auch in ihrem eigenen Weg. So entscheidet sie sich in diesem Jahr für eine Closer-Ausbildung, weil sie sich beruflich weiterentwickeln und einen neuen Weg gehen möchte. Gleichzeitig unterstützt sie ihren Mann in der Werbeagentur RAWTIME in Kaiserslautern in Buchhaltung, Planung und Social Media. Trotz all dieser Aufgaben fehlte ihr im Alltag etwas. Sie suchte ein Netzwerk, in dem beruflicher Austausch genauso Platz hat wie Privates. Ein Ort, an dem man über Selbstständigkeit sprechen kann und über die Herausforderungen des Alltags. Ein Netzwerk, das nicht nur Karriere fördert, sondern Mut macht.

„Es gibt so viele wichtige Fragen, gerade für Frauen. Beispielsweise wie wir alleinerziehende Mütter unterstützen können“, sagt sie. Gleichzeitig denkt sie an die vielen starken Frauen in ihrem Umfeld. Viele von ihnen kennt sie aus ihren verschiedenen Tätigkeiten. Sie teilen oft ähnliche Herausforderungen. Daraus entsteht ihr Wunsch, all diese Frauen zusammenzubringen. So fand das erste the.so.close-Frauennetzwerktreffen mit acht Teilnehmerinnen in Landstuhl statt. Inzwischen wächst die Gruppe und trifft sich einmal wöchentlich online, um aktuelle Themen zu besprechen, die die Frauen bewegen. Alle zwei bis drei Monate kommen die Mitglieder zu Netzwerktreffen in der ganzen Südwestpfalz zusammen.
Ein Abend, der verbindet
Während die Gespräche an diesem Abend intensiver werden, zeigt sich, wie sehr die Frauen den offenen Austausch schätzen. Jede berichtet von eigenen Wegen, Herausforderungen und Erfolgen. Von der Schuhdesignerin über die Architektin und Physiotherapeutin bis hin zur Cafébesitzerin und Make-up-Artistin sind Frauen aus ganz unterschiedlichen Bereichen vertreten. Viele sind selbstständig oder planen diesen Schritt. Sie suchen Inspiration und Unterstützung. „Jede hat ihre eigene Geschichte und eigene Beweggründe“, sagt Sandra.

Gleichzeitig möchte sie, dass das Netzwerk auch der Region etwas zurückgibt. Sie will nicht nur Austausch und einen Zufluchtsort aus dem Alltag bieten, sondern auch aktiv in der Region wirken. Die Treffen finden deshalb bewusst in Cafés und Restaurants in der Südwestpfalz statt, um lokale Betriebe zu unterstützen. Zudem sollen zukünftige Veranstaltungen regionale Herzensprojekte fördern. An diesem Abend begleitet die Werbeagentur und Videoproduktion RAWTIME die Veranstaltung mit Fotos und Videos. Für Rita, die Besitzerin der Bodega Estación, entsteht dadurch ebenfalls eine besondere Erinnerung.

Ein Netzwerk, das zurückgibt
Neben Sandra spricht an diesem Abend auch Karin Wadle. Sie arbeitet als Model und Mentorin und führt als Hauptspeakerin durch einen Teil des Abends. Mit ihren Worten ermutigt sie die Teilnehmerinnen, sich zu öffnen und ihre Fragen und Ideen auszusprechen. In vielen kleinen Runden entstehen Gespräche, die inspirieren und verbinden. Niemand bleibt allein stehen. Überall bilden sich neue Kontakte. Zwischen den inspirierenden und herzerwärmenden Reden von Karin und Sandra stehen die Teilnehmerinnen immer wieder auf, setzen sich um und tauschen sich aus. Jede erfährt ein Stück der Geschichte der anderen, teilt Erfahrungen und gibt Tipps aus ähnlichen Situationen weiter.

„Es geht mir um die Menschen und die besonderen Momente, die entstehen, wenn wir uns begegnen. Jede soll die Chance und die Bühne bekommen, ihre Geschichte zu teilen und andere Menschen kennenzulernen“, sagt Sandra Bayer. Ihre Vision ist ein Netzwerk, das Frauen stärkt und ihnen Mut macht, in allen Lebenssituationen ihren Weg zu gehen. In der Bodega Estación wird spürbar, wie aus Fremden Verbündete werden können. Der Abend zeigt, dass Gemeinschaft dort wächst, wo Menschen bereit sind zuzuhören und sich gegenseitig zu unterstützen.
Titelfoto: RAWTIME – Werbeagentur & Videoproduktion.
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