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Viele Kinder mit Sprachproblemen: Pirmasens setzt auf besseren Übergang von Kita zur Schule
von Julia ScheppDie Stadt Pirmasens will den Übergang von der Kindertagesstätte in die Grundschule neu gestalten. Hintergrund sind zunehmende Probleme bei der Sprachförderung, die bei einer Anhörung am 11. März deutlich wurden.
Einrichtungen stoßen an ihre Grenzen
Zu der Veranstaltung in den Räumen der Messeverwaltung kamen Vertreter aus Kindertagesstätten, Grund- und Realschulen, der Sozialarbeit, der Verwaltung sowie Mitglieder des Stadtrates zusammen. Aus der Praxis wurde berichtet, dass viele Einrichtungen angesichts der steigenden Zahl von Kindern ohne ausreichende Deutschkenntnisse an ihre Belastungsgrenzen geraten.
Besonders kritisch sei die Situation beim Übergang in die Grundschule. Viele Kinder verfügten zu diesem Zeitpunkt noch nicht über ausreichende Sprachkenntnisse, um dem Unterricht folgen zu können. Das erschwere sowohl die Integration als auch die pädagogische Arbeit.
Modellprojekt geplant
Die Beteiligten sehen daher vor allem beim Wechsel von der Kita in die Schule sowie innerhalb der weiterführenden Schulen Handlungsbedarf. In Pirmasens soll deshalb ein Modellprojekt entwickelt werden, das die Zusammenarbeit zwischen Kindertagesstätten und Grundschulen enger verzahnt.
Ziel ist es, Kinder bereits vor der Einschulung intensiver beim Erwerb der deutschen Sprache zu unterstützen und ihnen so bessere Startbedingungen zu ermöglichen.
Stadt sucht Austausch mit dem Land
Oberbürgermeister Markus Zwick bezeichnete die Rückmeldungen aus den Einrichtungen als deutliches Signal. Die Situation mache es notwendig, gemeinsam Lösungen zu entwickeln, um den Spracherwerb frühzeitig zu stärken und Kindern einen erfolgreichen Schulstart zu ermöglichen.
Um das Thema voranzubringen, hat sich Zwick an Staatsminister Sven Teuber gewandt und um einen persönlichen Austausch gebeten. Grundlage ist ein einstimmiger Beschluss des Stadtrates vom 9. Februar. Darin spricht sich das Gremium dafür aus, mit dem Land über sogenannte Vorbereitungsklassen für Kinder und Jugendliche mit geringen Deutschkenntnissen zu beraten.
Sprache als Schlüssel für Bildung
Die Stadt sieht in dem Vorstoß einen wichtigen Schritt, um die Bildungschancen von Kindern langfristig zu verbessern. Gute Sprachkenntnisse gelten als zentrale Voraussetzung für den schulischen Erfolg und weitere Bildungswege.
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