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WSP für den Winter gerüstet: Pirmasens bereitet sich auf Eis und Schnee vor

von psst!-Redaktion

Die ersten Flocken sind gefallen, die Temperaturen sinken – und der Wirtschafts- und Servicebetrieb Pirmasens (WSP) ist bereit für die kommende Wintersaison. Fahrzeuge, Materiallager und Einsatzpläne stehen. Gleichzeitig erinnert die Stadt daran, dass auch die Bürger eine wichtige Rolle spielen, um Straßen und Gehwege sicher zu halten.

Gut vorbereitet in die kalte Jahreszeit

Sobald Wetterdienste überfrierende Nässe oder Schneefall ankündigen, wird die Rufbereitschaft aktiviert. Rund 80 Mitarbeiter sind im Einsatz, um die Straßen der Stadt nach einer festgelegten Prioritätenliste zu räumen und zu streuen. Besonders wichtig sind dabei Hauptverkehrsachsen, gefährliche Strecken und Rettungswege.

Insgesamt hält der WSP 1 000 Tonnen Streusalz, 100 Tonnen Sand und 20 000 Liter Sole bereit. Weitere Mengen können bei Bedarf kurzfristig nachbestellt werden. Pro Wintereinsatz werden bis zu 250 Kilometer Straße geräumt und bestreut – unterstützt durch moderne Allradfahrzeuge, darunter sechs Lkw, zwei Unimogs sowie mehrere Traktoren und Baggerlader.

Moderne Technik für mehr Effizienz

Seit dem Winter 2005/2006 wird in Pirmasens mit Feuchtsalz gearbeitet. Dabei wird das trockene Salz direkt bei der Ausbringung mit Sole benetzt. Das sorgt für eine schnellere Tauwirkung, geringere Verwehungen und einen deutlich niedrigeren Salzverbrauch. Jede Fahrspur muss einzeln behandelt werden – pro Einsatz kommen rund 500 Kilometer Streustrecke zusammen. Im Handstreudienst sichern die Teams zusätzlich rund 170 000 Quadratmeter.

Herausforderungen durch den Klimawandel

Die Winter werden unberechenbarer: Extreme Temperaturschwankungen innerhalb weniger Stunden, Blitzeis, heftige Schneefälle, Starkregen und Sturmlagen erschweren die Planung. In der vergangenen Saison gab es acht Volleinsätze und über 50 Kontrollfahrten, um einzelne Glättestellen abzusichern. Insgesamt wurden 360 Tonnen Salz und 25 Tonnen Sand verbraucht.

Bürger müssen Räum- und Streupflicht erfüllen

Damit Verkehrs- und Gehwege sicher bleiben, reicht der kommunale Winterdienst allein nicht aus. Grundstückseigentümer müssen laut Straßenreinigungssatzung Gehwege in einer Breite von 1,50 Metern bis spätestens 6.30 Uhr räumen und streuen – und bei Bedarf bis 20 Uhr wiederholen. Dies gilt auch für unbebaute Grundstücke innerhalb der Ortslage.

Der Schnee ist so zu lagern, dass Fahrbahnen und Gehwege frei bleiben. Zudem müssen Hydranten, Straßenrinnen und Gullis offen sein, damit Schmelzwasser ablaufen kann.

Der WSP bittet dringend darum, auf Streusalz zu verzichten. Salz schadet Pflanzen und Tieren und sollte nur an Gefahrenstellen oder bei Eisregen sparsam eingesetzt werden. Umweltfreundliche Alternativen wie Sand, Splitt oder Granulat können nach dem Aufkehren wiederverwendet werden.

Appell an Autofahrer

Eine große Bitte richtet der WSP an alle Verkehrsteilnehmer: Falsch geparkte Fahrzeuge behindern Räumfahrzeuge und kosten wertvolle Zeit. Mindestens drei Meter Fahrbahnbreite müssen frei bleiben, damit die Räumfahrzeuge passieren können.


Titelbild: Der Wirtschats- und Servicebetrieb der Stadt Pirmasens ist auf den Winter gut vorbereitet: In einer Halle auf dem Fuhrparkgelände am Innweg lagern bis zu 1 000 Tonnen Streumaterial. WSP-Mitarbeiter Sebastian Küchler ist einer von zwölf Fahrern, die bei Eis und Schnee mit schwerem Gerät im Einsatz sind. Foto: Stadt Pirmasens / Andreas Becker


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