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Daniel Theysohn Stiftung verabschiedet Geschäftsführer nach 36 eindrucksvollen Jahren
von Julia Schepp • Titelfoto: Julia ScheppNach mehr als drei Jahrzehnten engagierter Arbeit für die Daniel Theysohn Stiftung wird für Gerhard Andreas zum Jahreswechsel eine Ära zu Ende gehen. In einer Feierstunde würdigen Wegbegleiter, Vertreter aus Politik und Stiftung sowie Familie und Freunde sein außergewöhnliches Wirken für die Südwestpfalz. Im Mittelpunkt stehen Dank, persönliche Rückblicke und eine besondere Überraschung, die selbst den Geehrten sichtlich bewegte.

Würdigung eines außergewöhnlichen Engagements
Gerhard Andreas ist mit der Daniel Theysohn Stiftung nahezu untrennbar verbunden. Seit 1989 prägte er deren Arbeit in unterschiedlichen Funktionen und übernahm 2011 die Geschäftsführung. In dieser Zeit entwickelte sich die Stiftung von einer kleinen Organisation zu einer professionell arbeitenden Fördereinrichtung mit großer regionaler Strahlkraft. Auch in Pirmasens fördert die Stiftung seit Jahren kleinere und auch größere Projekte.
Vorstandsvorsitzender Hans G. Pieper lässt die vergangenen Jahrzehnte Revue passieren und spannt dabei den Bogen von den Anfängen bis zur Gegenwart. Unterstützt von einer Diashow mit Fotografien erinnert er an wirtschaftlich herausfordernde Zeiten, an grundlegende Entscheidungen und an den konsequenten Kurs, den die Stiftung unter Andreas eingeschlagen habe. Die Daniel Theysohn Stiftung habe ihr Kapital erhalten, kontinuierlich gefördert und sich zugleich inhaltlich weiterentwickelt. Pieper betont, Andreas habe die Stiftung „mit Herz, Hand und Verstand“ geführt und sie behutsam, aber entschlossen in die Zukunft begleitet.

Kommunalpolitisches Engagement und bleibende Spuren
Auch Ortsbürgermeister Ruven Fritzinger würdigt die Verdienste von Gerhard Andreas, der über viele Jahre hinweg nicht nur die Stiftung, sondern auch seine Heimatgemeinde geprägt hat. Als Bürgermeister habe Andreas zahlreiche Projekte angestoßen, die bis heute das Ortsbild und die Lebensqualität bestimmten. Er sei kein Verwalter gewesen, sondern ein Gestalter, der stets die Bedürfnisse der Menschen im Blick gehabt habe.
Diese Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen und gleichzeitig das große Ganze im Auge zu behalten, habe Andreas später auch in der Stiftungsarbeit ausgezeichnet. Fritzinger dankt ihm für 36 Jahre unermüdlichen Einsatz und wünscht ihm für den neuen Lebensabschnitt vor allem Gesundheit und Gelassenheit.
Eine besondere Auszeichnung
Ein überraschend emotionaler Moment der Feierstunde folgt der Rede von Landrätin Dr. Susanne Ganster. Sie erinnert an den Stifter Daniel Theysohn und dessen außergewöhnliche Entscheidung, sein Lebenswerk in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen. Andreas habe diesen Gedanken über Jahrzehnte hinweg mit Leben gefüllt und Verantwortung für eine wirtschaftlich herausgeforderte Region übernommen.
Dann die Überraschung: Der Landkreis Südwestpfalz zeichnet Gerhard Andreas mit der Ehrenplakette in Gold aus, der höchsten Auszeichnung des Landkreises. Die Ehrung würdigt die Kombination aus 26 Jahren kommunalpolitischem Engagement und 36 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit für die Daniel Theysohn Stiftung. „Der Landkreis Südwestpfalz verleiht in dankbarer Anerkennung der Verdienste die Ehrenplakette in Gold“, sagt Ganster bei der Übergabe. Gerhard Andreas zeigt sich sichtlich gerührt und nimmt die Auszeichnung mit großer Dankbarkeit entgegen.

Kontinuität, Verantwortung und Nähe zum Stifterwillen
Ehrenvorsitzende Anke Förster knüpft mit sehr persönlichen Worten an die Würdigungen an. Sie zeichnet das Bild einer Stiftung, die über Jahre nicht nur von Projekten, sondern vom Miteinander getragen worden sei. „Ich habe die Teamarbeit mit dir genossen. Wir hatten immer das Gefühl, wir sind eine große Familie“, sagt Förster zu Andreas. Besonders schätze sie seine Ehrlichkeit, seinen Humor und vor allem sein diplomatisches Geschick.
Ein persönlicher Abschied und ein gemeinsamer Ausklang
Zum Abschluss der Feierstunde blickt Gerhard Andreas selbst auf seine jahrzehntelange Arbeit zurück. In persönlichen Worten beschreibt er seinen Weg innerhalb der Stiftung und die Verantwortung, die er stets mit seiner Aufgabe verbunden habe. Er habe immer versucht, „mit Herz und Verstand“ im Sinne des Stifterwillens zu handeln und Entscheidungen nicht allein, sondern im engen Austausch mit Vorstand, Geschäftsstelle und Partnern zu treffen.
Andreas erinnert an die vielen Wegbegleiter, die ihn über die Jahre unterstützt haben, und an die Bedeutung eines funktionierenden Teams. Die Zusammenarbeit sei für ihn stets mehr gewesen als reine Gremienarbeit. Sie habe von Vertrauen, gegenseitigem Respekt und dem gemeinsamen Ziel gelebt, die Stiftung verantwortungsvoll weiterzuentwickeln.
Besonders deutlich wird Andreas auch beim Blick auf den privaten Rückhalt. Hinter seinem Engagement habe immer die Unterstützung seiner Familie gestanden, ohne die ein solcher Einsatz nicht möglich gewesen wäre. Zum Ende seiner Rede leitet er zum gemeinsamen Ausklang über und lädt ein, Erinnerungen auszutauschen und die vergangenen Jahrzehnte noch einmal Revue passieren zu lassen.
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